Johanna Eisner gibt ihr enormes Wissen weiter
Kräutervielfalt statt Salz

Johanna Eisner stellte Kräuter in ihrer ganzen Vielfalt vor und erläuterte ihre Wirkungsweise. Bild: hfz
Freizeit
Altendorf
16.06.2016
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Um die Vielseitigkeit der Kräuter ging es in dem Vortrag, den Johanna Eisner bei der KLB "Arche Noach" Altendorf hielt. Sie ermöglichen es sogar, ganz auf Salz zu verzichten. Mit den 25 Teilnehmern kochte Johanna Eisner gleich zu Beginn einen Putenbraten. Auf einem Gemüsebeet mit Fenchel, Zucchini, Karotte, Sellerie, Zwiebel und mit Kräuterzugabe von Salbei, Ysop, Thymian, Petersilie, Basilikum, Bachminze, Iriswurzeln, Pelargonienpulver, Nelken, Kubebenpfeffer, Bertram, Quendel, Galgant und Griechenklee zog Braten-, aber auch Kräuterduft durch den Raum.

Während der Garzeit stellte Johanna Eisner, die enormes Wissen über die alte Heillehre der Heiligen Hildegard von Bingen besitzt und alles Vorgetragene in der Praxis erprobt hat, die Heilkraft der Kräuter vor. Hildegardkräuter sind Bachminze und Krause Minze, die vor allem bei Völlegefühl und zur Stärkung des Magens angewandt wird. Bärwurz ist eine Alternative zu Liebstöckel. In seiner Heilwirkung ist er blutreinigend und hilft bei trockener Haut. Die Bertramwurzel fördert die Bioverfügbarkeit der Nahrungsmittel.

Bertram, Galgant und Quendel sind die drei Grundgewürze nach Hildegard von Bingen. Pelargonienpulver stärkt die Immunabwehr und Muskatnuss schärft die Sinne. Kubebenpfeffer ist die Heilpflanze des Jahres 2016. Diptam, Brauner Ingwer, Bockshornklee und Mutterkümmel wurden ebenso vorgestellt wie Poleiminze als Mittel gegen Sodbrennen. Königskerze wird bei Husten und Heiserkeit angewandt. Rainfarn ist in Deutschland als Medizinprodukt verboten, da die Blüten giftig sind. Ein getrocknetes Blatt von Rainfarn, als Suppe gekocht, ist ein gutes Mittel bei Erkältung, Schnupfen und Erkrankungen der Nasennebenhöhlen. Hier ist wichtig, dass es nur solange - in geringen Mengen - genommen wird, bis sich die Symptome verbessern. Ein kleines Blättchen Weinraute ist ein gutes Kraut gegen Depression, Gallenstau und Verdauungsbeschwerden.

Nach den interessanten Ausführungen konnten die Teilnehmer den jetzt fertig geschmorten Braten kosten: ein Genuss. Zum Schluss reichte Johanna Eisner jedem Teilnehmer noch eine Kostprobe Herzwein (Wein, Honig und Petersilie). Abends hilft er zusammen mit Fenchel- und Galgantdragees bei Schlafstörungen.
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