Aus Wirtshaus, Kirch' und Schul'

Altbürgermeister Georg Killermann liest am Samstagabend im Schieslsaal aus seinem neuesten Buch "Du vielleicht, i niat!" Bild: Köppl
Lokales
Altendorf
30.10.2014
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Die Geschichten stammen aus der Zeit als das Leben noch überschaubar war, sich das ländliche Leben hauptsächlich um, Geburt, Heirat und Tod drehte. Was sich da so alles zugetragen hat, verrät Altbürgermeister Georg Killermann in seinem neuesten Buch.

Meistens sehr heiter, nicht selten derb und deftig und manchmal auch besinnlich kommen sie daher: 50 kleine Geschichten, Anekdoten und Erinnerungen rund um Wirtshaus, Kirche, Schule und Dorf, die Altbürgermeister Georg Killermann in seinem Büchlein "Du vielleicht, i niat!" zusammen getragen hat. Bei einer Lesung am Samstag, 1. November, ab 19.30 Uhr im Schieslsaal, präsentiert er sein neuestes Werk. Auf rund Hundert Seiten kann der Zuhörer und Leser in eine vielfach schon vergangene, dörfliche Welt eintauchen, in das einfache ländliche Leben in Haus und Hof, wo sich alles oft um Geburt, Heirat und Tod drehte. In seinem bekannten Buch "3 Knackwürst und 3 Semmeln" hat Georg Killermann bereits amüsante Altendorfer Wirtshausgeschichten, Erinnerungen und Anekdoten zu Papier gebracht.

Doch seit dem Erscheinen vor knapp zwei Jahren sind ihm weitere Geschichten zugetragen worden und ihm selber ist auch noch so manches eingefallen: Einige neue "alte" Geschichten und "blauseidene Sprüch" vom mittlerweile verstorbenen Zapf Rudl, ergänzt durch eigene Erinnerungen. In der "Zapf'schen Ergänzung" reicht die erheiternde Palette vom "G'selchten" über den Tee beim Kreuzwirt bis zum Schwiegermutterbesuch.

Beim "Altendorfer allerlei" werden Erinnerungen wach gerufen an so manche Originale, wie es sie heute kaum mehr gibt. Beispielsweise an den Köppl Alois aus Murglhof und an seine Frau, die "Mare", oder den "Beck'n Hans und den Moier Arthur aus Fronhof, bei dem einem gleich seine "Legende" vom beheizten Mähbalken einfällt. Und auch der "Zehnerl" aus Willhof, der eigentlich Adam hieß, ist verewigt.

Geschichten, die man gern im Wirtshaus erzählt hat, füllen ein weiteres Kapitel. Da geht es um den warmen Pressack, um den Altendorfer Saumarkt, ums Rasier'n oder um das Händchenhalten. Mit "dem Robert seine Witz" erinnert Georg Killermann an den 2012 viel zu früh verstorbenen Gastwirt Robert Schiesl. Es sind ab nicht nur Witze - darin spiegelt sich vielfach das harte und ärmliche Dorfleben wieder, aber auch der Humor, mit dem es die Leute gemeistert haben. Zum Abschluss ist der Autor selber an der Reihe mit den wurmigen Steinpilzen und derer nicht ganz legalen Vermarktung. Oder mit dem "Biomist", der wirklich kein Schnäppchen war. Und man erfährt auch, warum der "Killermann Schosch" doch kein Pfarrer geworden ist oder die unendliche Geschichte mit seinem "Stammkröigl". Die Lesung beginnt an Allerheiligen um 19.30 Uhr und wird von Hildegard Pirzer musikalisch begleitet.
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