Blitz schädigt Friedenseiche

Lokales
Altendorf
07.03.2015
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Der Anger bei Murglhof ist seit vielen Jahrzehnten der Festplatz, wenn in Altendorf Vereinsfeste gefeiert werden. Das Wahrzeichen dieses traditionsreichen Platzes ist die über 30 Meter hohe Friedenseiche. Wegen eines Blitzschlages im vergangenen Sommer, ist eine Sanierung des Naturdenkmals dringend erforderlich.

Zur Erinnerung an den glücklichen Ausgang des Krieges 1870/71 wurde am 12. März 1871 auf dem Anger bei Murglhof die noch heute stehende Friedenseiche gepflanzt. Anlässlich der Pflanzaktion fand ein Festakt mit Ansprachen statt, an welchem neben den namhaften Persönlichkeiten des Ortes auch die Schulkinder teilnahmen, wie in den alten Annalen nachzulesen ist.

In den nahezu 150 Jahren hat sich die Eiche freilich zu einem mächtigen Baum entwickelt, zu dessen Umspannung mittlerweile mehrere Personen notwendig sind. Unter dem Schatten der weit ausladenden Krone wurden in früheren Jahrzehnten immer wieder Vereinsfeste gefeiert. Aber auch heute dient der Anger fortwährend noch gerne für große und kleine Vereinsfeiern als traditioneller Festplatz.

Baum ein Naturdenkmal

Doch im Sommer des vergangenen Jahres hat die überragende Eiche, die seit vielen Jahren als Naturdenkmal eingestuft ist, ein Blitzschlag bis zu den Wurzeln erschüttert. Der Blitzstrahl bei dem schweren Gewitter, riss eine annähernd 15 Zentimeter breite Kerbe in den Baum. Holz- und Rindensplitter lagen etwa zehn Meter verstreut von der Einschlagstelle entfernt. Der Schaden wurde der Behörde gemeldet, damit die Beschädigungen wieder verschlossen werden, um den Bestand des alten Baumes nicht zu gefährden.

Stamm wird geklammert

Bürgermeister Georg Köppl gab bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bekannt, dass die Naturschutzbehörde nun die Sanierung des Wahrzeichens am Anger veranlasst hat. Hierzu wird der Stamm, soweit er durch den Blitzstrahl aufgerissen wurde, geklammert und versiegelt. Weiter wird auch die mächtige Krone einer Pflege unterzogen.

Dabei wird besonders auch das vorhandene Totholz entfernt, damit keine lockeren Äste herabfallen können. Die Gemeinde hat für diese Pflegearbeiten lediglich einen Kostenanteil von zehn Prozent zu tragen.

Im Gemeindewald bei Dürnersdorf, der etwa drei Hektar an Fläche umfasst, wurden jetzt verschiedene Pflegemaßnahmen veranlasst. So werden voraussichtlich 250 Festmeter hiebreifes Holz mit einem Harvester geerntet. Danach wird aber der Bereich, nach Entfernung des Nutzholzes, auch wieder aufgeforstet. Die Arbeiten werden vom Forstamt angewiesen und überwacht.

Neue Brücke bauen

Der Bürgermeister informierte das Gremium weiter, dass die Grundstücksverhandlungen für den geplanten Bau der Brücke an der Staatsstraße 2159 bei Oberkonhof positiv verlaufen und abgeschlossen werden konnten. Die neue Brücke wird auf jeden Fall heuer noch gebaut. Sie wird etwas seitlich der jetzigen Brücke über die Murach entstehen. Die erforderlichen Straßenanbindungen werden aber voraussichtlich erst im nächsten Jahr ausgeführt.

Dem Bauantrag von Damaris Nitzschke-Berger und Dirk Nitzschke aus Altendorf auf Teilabbruch und Sanierung der bestehenden Garage mit Lagerraum wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
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