Breitband für die Ortsteile

Ausgangsstelle der Glasfaserleitungen für das schnelle Internet sind die Verteilerkästen bei der Vermittlungsstelle der Telekom in der Nordsiedlung in Altendorf (unser Bild). Hier wurde auch schon die Breitbandversorgung für die Gemeinde Guteneck angeschlossen. Bild: haa
Lokales
Altendorf
09.07.2015
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Wenngleich die Gemeinde Altendorf nicht besonders reich mit Finanzmitteln gesegnet ist, werden auch heuer wieder bedeutende Investitionen vorgenommen. Bahnbrechend ist vor allem die Breitbanderschließung für alle Ortsteile der Gemeinde. Außerdem soll mit der Sanierung der Schwarzachbrücke in Willhof begonnen werden.

Bei der kürzlichen Sitzung des Gemeinderates wurde der Etat für 2015 vorgestellt. Bürgermeister Georg Köppl war über die angespannte Haushaltslage, gegenüber dem Vorjahr, nicht gerade erfreut. Verantwortlich für diese Schwankungen sind jedoch die gesetzlichen Vorschriften, auf welche die Kommune keinen Einfluss hat. Solange der Staat die Kommunen nicht mit besseren Finanzmitteln ausstattet, sind auch weiterhin nur geringe Gestaltungsspielräume gegeben, resümierte der Bürgermeister.

Breitband und Brücke

Trotz allem, und mit Zugriff auf die Rücklagen, hat die Gemeinde in den letzten Jahren einige größere Investitionen vorgenommen. Neben der aufwändigen Sanierung des Schulhauses und Umbauten am Kindergarten wurden auch verschiedene Gemeindestraßen erneuert. Aber auch für die Kinder wurde viel getan. Sie sind eigentlich die "Bürger von morgen" und deshalb werden auch gerne für den laufenden Unterhalt und die zeitgemäße Ausstattung des Kindergartens und der Grundschule beachtliche Aufwendungen erbracht. Der ungedeckte Bedarf für den Kindergarten liegt heuer bei etwa 108 000 Euro. Dennoch liegen die Beiträge für den Kindergarten an der unteren Grenze. "Wir lassen uns die Familien schon etwas kosten" hob Köppl hervor.

Doch schon jetzt werfen weitere anstehende Projekte ihre Schatten voraus, gab der Bürgermeister bekannt. Der Schwerpunkt wird heuer der Ausbau des Breitbandnetzes sein. Die Erschließung des Gemeindegebietes mit dem schnellen Internet ist mit 590 000 Euro veranschlagt. Nach den neuen Förderrichtlinien erhält die Gemeinde Altendorf die höchstmögliche Förderung von 90 Prozent. Die detaillierten Angebote der Anbieter werden bis Mitte Juli erwartet. Es ist allerdings kaum zu rechnen, dass die Maßnahme aus zeitlichen Gründen, heuer noch abgeschlossen werden kann. Deshalb wird der dafür vorgesehene Kreditrahmen von 90 000 Euro voraussichtlich nicht in voller Höhe benötigt.

Um der Sicherungspflicht nachzukommen, ist auch die Sanierung der Schwarzachbrücke in Willhof dringend erforderlich. Hier will man die Brückenprüfung, die in den nächsten Wochen erfolgt, noch abwarten und dann weitere Schritte einleiten. Dafür sind im Haushalt heuer 50 000 Euro und im nächsten Jahr weitere 60 000 Euro eingestellt. Zusätzlich können noch einige kleinere Maßnahmen und Beschaffungen erfolgen, für die bereits entsprechende Gemeinderatsbeschlüsse vorliegen, gab der Bürgermeister bekannt.

Kindergarten, Feuerwehr

Es sind vor allem vorgesehen: Umgestaltung der Außenanlagen für den altersgemischten Betrieb des Kindergartens (25 000 Euro), Beschaffungen für die vier Ortsfeuerwehren (Digitalfunk, Atemschutzgeräte 15 300 Euro), Smartboard für Grundschule (5 000 Euro), Vermessung Gemeindestraße Schirmdorf -Trossau (10 000 Euro), Fußweg im Baugebiet Markfelder (4 500 Euro), Gaswarngerät für Abwasseranlage (3 500 Euro), Erwerb des bisher geleasten Bauhoffahrzeuges (12 500 Euro).

Letztmalig fällt heuer auch die jährliche Kostenbeteiligung am Bau des Freundschaftsradweges an den Landkreis mit 7 900 Euro an, gab Köppl bekannt. Die Abwasseranlage läuft kostendeckend. Die Abwassergebühren liegen derzeit bei 2,49 Euro pro Kubikmeter. Der Kalkulationszeitraum läuft heuer im Oktober aus, so dass die Gebühren überprüft werden müssen. Die Friedhofsgebühren wurden 2013 angepasst, dennoch wird nur ein Kostendeckungsgrad von etwa 60 Prozent erreicht. Die Hebesätze für die Grundsteuern wurden 2002 angehoben während der Hebesatz für die Gewerbesteuer unverändert blieb.

Die Schulden der Gemeinde werden auch heuer erneut um weitere 111 000 Euro abgebaut. Zum Jahresende wird die Gemeinde lediglich noch mit 1 080 000 Euro im Soll stehen. Dieser Betrag ist mit Bezug auf die bedeutenden Investitionen, die in den letzten Jahren getätigt wurden, durchaus vertretbar.
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