Fördertopf bietet Perspektiven

Lokales
Altendorf
17.10.2014
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Der ländliche Raum braucht Zukunftsperspektiven. Ob Revitalisierung von Leerständen und Brachflächen oder Sicherung und Ausbau von Arbeitsplätzen - ohne Fördergelder wird dies nicht gelingen: Deshalb will auch die Gemeinde Altendorf etwas vom großen "EFRE-Kuchen" abbekommen.

Das Förderprogramm "EFRE" (Europäischer Fond für Regionale Entwicklung ) zur "Nachhaltigen Stadt-Umland-Entwicklung" bildete einen Schwerpunkt in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Regionalmanager Manuel Lischka vom "Brückenland Bayern-Böhmen" informierte detailliert über Fördervoraussetzungen und Handlungsfelder dieses EU-Förderprogramms.

Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es finanziell gut ausgestattet ist und mit Fördersätzen zwischen 70 und 80 Prozent den Eigenanteil der Kommunen vergleichsweise niedrig hält. Manuel Lischka verwies darauf, dass es sich eigentlich um einen Wettbewerb handelt. Die Aufnahme in das Förderprogramm setzt eine interkommunale Zusammenarbeit voraus wie sie beispielsweise in der LAG bzw. der Leerstandsoffensive "Brückenland Bayern-Böhmen" bereits seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert wird.

Die Bewerbungsphasen I (Interessensbekundung) und II (konkrete Problemschilderung) bei der Obersten Baubehörde in München habe die LAG bereits erfolgreich hinter sich. In der dritten und letzten Phase muss nun bis zum 15. Dezember ein Entwicklungskonzept mit den Handlungsfeldern und Zielsetzungen erstellt werden. Die Palette reicht vom Thema Energie über Gebäudeleerstände, Grün- und Erholungsanlagen und die Förderung von Unternehmensinvestitionen bis hin zum Ausbau von Arbeitsplätzen, dem ländlichen Wegebau und dem Hochwasserschutz.

Manuel Lischka legte dem Gremium ans Herz, diese einmalige Chance zu nutzen. Dies konnte Bürgermeister Georg Köppl nur bekräftigen. "Höhere Fördersätze wird es nicht mehr geben", unterstrich der Bürgermeister. Bei 80 Prozent Förderung bzw. 20 Prozent Eigenanteil hätten es vor allem auch finanzschwächere Kommunen leichter, Projekte anzugehen. Er sieht in dem neuen Förderprogramm vor allem auch die Chance, quer durch die LAG-Allianz "Leuchtturmprojekte" zu verwirklichen und Maßnahmen umzusetzen, die sonst durch das Förderraster fallen.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, sich an der Erstellung des erforderlichen Entwicklungskonzepts zu beteiligen und das Planungsbüro u.m.s. aus Leipzig mit einer Auftragssumme von maximal 50 000 Euro zu beauftragen. Nach Abzug der Förderung und der Umlegung der verbleibenden Kosten auf die rund 20 000 Einwohner im "Brückenland" verbleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von knapp 700 Euro.
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