Gemeinde sucht Baugrund

Im Baugebiet Markfelder sind die neuen Häuser wie Pilze aus dem Boden geschossen. Neun Häuser sind bereits bewohnt, für zwei weitere laufen die Bauanträge. Bild: haa
Lokales
Altendorf
05.10.2015
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Als das Baugebiet "Markfelder" mit 20 Bauparzellen und einem Kinderspielplatz von der Gemeinde 2006 ausgewiesen wurde, dachte wohl kaum jemand daran, dass diese Plätze in relativ kurzer Zeit alle bebaut oder verkauft werden. Derzeit ist auf dem Areal so gut wie nichts mehr frei.

Das Baugebiet liegt am östlichen Rand von Altendorf mit leichter Südhanglage und schönem Blick auf die Schwarzachauen und die gegenüber ansteigenden bewaldeten Höhenzüge. Nicht nur einheimische Bauwillige, auch auswärtige junge Familien haben hier schon ihr Eigenheim errichtet. Der Bebauungsplan ist ziemlich locker gehalten, so dass sich die Bauherren ihr Wunschhaus erstellen können und kaum Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.

Auch bei der Gemeinderatsitzung wurden dem Gremium wieder zwei Bauanträge für die Markfeldersiedlung vorgelegt. Julia Ritz und Stefan Köppl wollen ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Doppelgarage und Gartengerätehaus errichten. Weiter beabsichtigen Monika Köppl und Tobias Dietz den Bau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage. Den beiden Bauanträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Bürgermeister Georg Köppl wies darauf hin, dass dann nur noch drei Bauplätze auf dem Areal zur Verfügung stehen - und auch für diese bereits Reservierungen vorliegen. Alle anderen Plätze sind bereits bebaut oder verkauft.

Wie soll es weitergehen in Altendorf, wenn Bauinteressenten anfragen und die Gemeinde keine Bauplätze mehr anbieten kann? Die Behörden weisen die Kommunen nachdrücklich darauf hin, erst offene Baulücken zu schließen und Leerstände wieder beleben, bevor neue Baugebiete ausgewiesen werden. Der Gemeinderat wird sich daher in nächster Zeit mit der weiteren Ortsentwicklung befassen müssen.

In der Zellwegsiedlung sind zwar noch einige freie Plätze vorhanden, jedoch sind diese in Privatbesitz. Ähnlich ist es mit den in der Ortschaft freien Grundstücken und leerstehenden Anwesen. Ob hier Abgabebereitschaft besteht, wird die Kommune in den nächsten Wochen ermitteln. Die betroffenen Besitzer werden daher von der Gemeinde angeschrieben und mit einem Fragebogen um ihre Stellungnahme gebeten. Bei Interesse an einem Verkauf wird die Gemeinde die Objekte kostenfrei auf ihre Homepage stellen.
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