Kleines Dorf mit großem Herz

Lokales
Altendorf
28.10.2015
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Was Neapel und Altendorf gemeinsam haben? Beide Namen lassen an Pizza denken. Der kleine Pressather Ortsteil nutzt seinen gute Pizzaruf, um Gutes zu tun. Der Rekorderlös des Pizzafests ging wieder an soziale Vereine.

Am 28. August war es wieder so weit. Knapp 2000 hungrige Besucher stürmten den kleinen Ort zwischen Pressath und Parkstein. 1700 Pizzen gingen über den Tresen, dazu 200 Pizzabrote und 400 Salate. 110 Helfer vollbrachten die logistische Meisterleitung und machten alle satt - und alle taten dies für den guten Zweck. 8300 Euro kamen so zusammen.

Deshalb lud die Dorfgemeinschaft am Samstag zur Abschlussfeier im Feuerwehrhaus auch vier Organisationen als Empfänger ein. In Vertretung des "Pizzachefs" Nico Makolli begrüßte Ortssprecher Karlheinz Schraml die Besucher. Sein besonderer Gruß galt den Sponsoren, die durch ihre Spenden zum Erfolg beigetragen hatten. Weiter erwähnte er die "Nichtaltendorfer" und ehemaligen Bewohner, die beim Fest helfen.

"Wir hatten 2015 zwar kein Rekordjahr wie 2014, aber dennoch sind wir mehr als zufrieden." Als ersten bat Schraml Andreas Steinl zu sich. Dem stellvertretenden Vorsitzenden der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz-Nord überreichten Kinder einen Scheck über 3 500 Euro. Steinl bedankte sich mit den Vorstandskollegen Jutta Harbig, Waltraud Wagner und Willi Neuser herzlich für die Spende.

Anschließend nahm Waldtraud Koller-Girke für den Förderverein für Schwerkranke einen Scheck über 2500 Euro in Empfang. Sie ging auf die Arbeit ihrer Organisation ein, die sehr eng mit der Palliativstation in Neustadt/WN zusammenarbeitet. Koller-Girke wies darauf hin, dass mit dem Geld unter anderem die Ausbildung eines zusätzlichen Palliativarztes unterstützt werden soll.

Michael Sporrer, Vorsitzender des Vereins "Hilfe für Anja" freute sich über 2 000 Euro. Er ging kurz auf die nunmehr 15-jährige Geschichte seines Vereins ein. Heuer habe der Verein schon 4000 Typisierungen organisiert und finanziert. Thomas Rauch, Mitglied der Gruppe Helfer vor Ort Pressath, freute sich mit seiner Kollegin Elisabeth Pfleger über 300 Euro. Rauch wies darauf hin, dass die Rot Kreuz Bereitschaft Pressath zur Zeit aus 28 Personen besteht. Er wertete die Spende als Dank für die Arbeit der Helfer vor Ort. Gerhard Fuchs, Eigentümer der Kirche in Altendorf, erhielt als Spende drei große Kerzen für das Gotteshaus. Bürgermeister Werner Walberer wies auf den Einsatz der Dorfgemeinschaft hin. "Ihr seid bereit, persönliche Belange hinten anzustellen, um anderen Menschen zu helfen", lobte er. Mit einer Brotzeit endete die Feierstunde. Und es wunderte niemand, dass es Pizza zum Essen gab.
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