Mit allen Sinnen erleben

Verschiedene Spielarten in geborgener Atmosphäre fördern die Kinder altersgerecht. Bild: tja
Lokales
Altendorf
24.01.2015
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Die Anhängerschar für den wöchentlichen Naturerlebnistag im Kindergarten ist groß. Doch die Erzieherinnen setzen noch auf andere pädagogische Konzepte, um die Kreativität und Fantasie anzuregen.

Zehn Mädchen und Buben werden im Herbst "ein Häusl weiter gehen." Räumlich gesehen sind es nur ein paar Schritte zwischen Kindergarten und Schule, für die Kinder ist es aber sicherlich ein großer Sprung, wenn sie in die Schule kommen. Damit wird auch wieder Platz für Nachrücker im Kindergarten St. Andreas: Am 24. und 25. Februar können "kleine Wichtel" ab einem Jahr (siehe Info-Kasten) dort angemeldet werden. Und wer sich von den vielen Neuerungen vor Ort selbst ein Bild machen will, sollte sich den "Tag der offenen Tür" am 20. Februar schon mal vormerken.

Altersoffene Gruppe

Es hat sich einiges verändert im Kindergarten St. Andreas. Der baulich als zweigruppiger Kindergarten mit zwei großzügigen Gruppenräumen und den entsprechenen Nebenräumen konzipierte Bau läuft derzeit als eingruppiger Kindergarten. Genauer gesagt als altersoffene Gruppe für Kinder von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Kindergartenleiterin Sigrid Scholz, gelernte Diplomsozialpädagogin und inzwischen auch als Krippen- und Evolutionspädagogin ausgebildet, schwärmt von "diesen idealen Voraussetzungen". Derzeit kümmert sich ein fünfköpfiges Team - neben Sigrid Scholz Erzieherin Barbara Lottner und die Kinderpflegerinnen Angelika Wilholm, Katrin Obendorfer und Melanie Rudek - um die 28 Kindergartenkinder, unter ihnen zehn "U 3". Ihr Ziel: einen Ort des Wohlfühlens zu schaffen, der spielerische Förderung und altersgerechte Entwicklung ermöglicht und wo die Kleinen Geborgenheit und Schutz erfahren können. Neben den zwei Gruppenräumen, einem Intensiv- und einem Kuschelraum bietet das Haus vielfältige Beschäftigungs- und Bewegungsmöglichkeiten. Darüber hinaus werden der große Garten und die Turnhalle der angrenzenden Grundschule genutzt.

Voneinander lernen

Der hohe Personalschlüssel erlaubt einen intensiven Bindungsaufbau zwischen den Kindern und allen Mitarbeitern und eine nachhaltige Arbeit in den Kleingruppen. Hinzu kommen eine ergebnisorientierte Einzelarbeit (BISC) und zahlreiche Projekte - vom Zahlen-, Farben- und Entenland bis hin zum kreativen Gestalten an der Werkbank. Gemeinsame Angebote für den Krippen- bis zum Vorschulbereich ermöglichen es, dass die Kinder voneinander lernen. Andererseits schafft ein eigener großer Gruppenraum auch ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für die Kleinen.

Begeisterte Anhänger auch bei den Eltern hat mittlerweile der wöchentliche Naturerlebnistag gefunden, der genauso wie das wöchentliche Turnangebot für vielfältige Bewegungserfahrungen sorgt. "Bewegung spricht alle Sinne an", weiß Sigrid Scholz. Neben der Evolutionspädagogik hat die Arbeit mit Materialien nach Emmi Pikler einen hohen Stellenwert und fördert Kreativität und Fantasie. Ausstattungsmäßig wurde der Kindergarten in den zurückliegenden Monaten im Innenbereich besonders auch auf die Erfordernisse der Kleinsten abgestimmt. Derzeit laufen auch die Planungen für die Umgestaltung der Außenanlagen.
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