Mit Strahlkraft auf die Region

Bürgermeister und stellvertretender LAG-Vorsitzender Georg Köppl (rechts) eröffnete die Ausstellung. Unter den Ehrengästen waren (von links) die Bürgermeister Martin Prey und Manfred Dirscherl, stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, Christa Zapf, Architekt Christian Schönberger, LAG-Manager Manuel Lischka, Sonja Meier und Hans Wilhelm. Bild: haa
Lokales
Altendorf
21.04.2015
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Der ländliche Raum wird zur Entlastung der Ballungszentren immer wichtiger und wird früher oder später - hoffentlich früher - davon profitieren. Mit dem Förderprogramm für "kleinere Städte und Gemeinden" setzt dahingehend auch ein Umdenken bei den Geldgebern ein.

"Die Ausstellung 'Modellvorhaben im Städtebau' passt gut zu unserer Leerstandsoffensive, und befasst sich mit der ganzen Bandbreite an Problemen, mit der wir uns in den zwölf Kommunen des Brückenlands Bayern-Böhmen seit 2010 auseinandersetzen": Bürgermeister Georg Köppl zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung im "Haus der Pfarrgemeinde" überzeugt, dass die sich wandelnde Gesellschaft mit den daraus resultierenden vielfältigen und komplexen Herausforderungen das Mega-Thema der nächsten Jahre und Jahrzehnte sein wird.

Nicht nur die Kommunen müssten sich frühzeitig bei ihren Planungsentscheidungen auf die aktuelle und die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung einrichten. Betroffen sei jeder einzelne Bürger, von der Kinderkrippe über Schule, Familie und Personennahverkehr bis hin zu den Senioren.

Drei Herausforderungen

"Ich danke für diese Ausstellung, die das Bewusstsein für diese Probleme schärft", sagte der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl. Im demografischen Wandel, den zu Ende gehenden Ressourcen und dem Klimawandel sieht er weltweit die drei großen Herausforderungen der Zukunft. LAG-Regionalmanager Manuel Lischka stellte die Bedeutung der "Leerstandsoffensive" der zwölf Kommunen im "Brückenland-Bayern-Böhmen" unter Federführung der Gemeinde Altendorf heraus.

Die erzielten Bundespreise in den Wettbewerben "Kerniges Dorf" und "Anlaufstelle für Senioren" zeigten, dass man in München und Berlin auf höchster Ebene ein offenes Ohr für die Initiativen habe. Dies mache auch das neu aufgelegte Förderprogramm für "Kleinere Städte und Gemeinden" deutlich. Mit dem Kommunbrauhaus Eslarn, dem Pfarrhaus Niedermurach, dem Thammer-Anwesen in Winklarn und vielen weiteren Projekten ergreife man auch im "Brückenland" modellhafte städtebauliche Initiativen.

Lischka zeigte sich überzeugt, dass der ländliche Raum für die Städte immer wichtiger werden wird und man dafür auch entsprechend gerüstet sein müsse. Praxisbeispiele, die sich zu "Leuchttürmen" mit großer Strahlkraft auf die gesamte Region entwickelt haben, stellte Architekt Christian Schönberger vor. Anhand des Oberviechtacher Museums zeigte er auf, wie das kommunale Vorausgehen zahlreiche Investitionen aus privater Hand angestoßen hat.

Er zweifelte am Erfolgswert so mancher Entwicklungskonzepte und plädierte für das bürgerschaftliche Engagement. Die Devise müsse heißen: Von Bürgern für Bürger, aber niemals ohne Bürger.
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