Rat gibt Etatplan grünes Licht

Lokales
Altendorf
30.10.2014
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Nach einem Sparhaushalt im letzten Jahr hat sich heuer die Finanzlage der Gemeinde leicht entspannt. Aber die in den nächsten Jahren anstehenden Projekte wie Breitbanderschließung, Nahwärmeversorgung und Ortsentwicklung werfen schon jetzt ihre Schatten voraus.

Musste die Gemeinde im letzten Jahr einen finanziellen Engpass überstehen, so hat sich heuer die Haushaltslage leicht gebessert. Bedingt durch die schwankende Steuerkraft der Gemeinde entwickelten sich die Schlüsselzuweisungen und die Kreisumlage für die Gemeinde wieder positiv, gab Bürgermeister Georg Köppl zu Beginn der letzten Sitzung des Gemeinderates zu verstehen. Deshalb war auch die unaufschiebbare Sanierung der Straße in Richtung Unterauerbach möglich. Die Oberbauverstärkung kostete zwar eine knappe halbe Million Euro, konnte aber letztendlich doch geschultert werden.

Höhere Einnahmen

Kämmerer Fritz Lobinger erläuterte dem Gremium das von ihm ausgearbeitete Zahlenwerk für das laufende Rechnungsjahr. Das Gesamtvolumen beträgt 2 230 200 Euro und liegt um 351 600 Euro höher als im Vorjahr. Der Anteil des Verwaltungshaushalts liegt bei 1 501 400 Euro und ist um 37 800 Euro niedriger als 2013. Die größten Einnahmenzuwächse ergeben sich heuer bei den Schlüsselzuweisungen mit 71 200 Euro, bei der Einkommensteuerbeteiligung mit 27 700 Euro und bei den Erstattungen mit 22 600 Euro. Hingegen sind die Einnahmen bei der Grund- und Gewerbesteuer diesmal rückläufig

Auf der Ausgabenseite fällt hauptsächlich die Minderung der Kreisumlage mit 53 600 Euro ins Gewicht. Weitere Einsparungen ergeben sich bei den Stromkosten durch die Umstellung auf die LED-Straßenbeleuchtung, die geringeren Winterdienstkosten und die verminderte Entsorgungsmenge beim Klärschlamm.

Ausgabeerhöhungen ergeben sich bei der Umlage an die Verwaltung in Nabburg mit 14 700 Euro sowie bei den Personalkosten des Kindergartens. Da sich in der altersgemischten Gruppe die Zahl der Kinder unter drei Jahren erhöht hat, sind auch mehr Arbeitsstunden des Personals notwendig. Das Defizit beträgt heuer 80 600 Euro. Während sich im letzten Jahr im Verwaltungshaushalt ein Fehlbetrag ergab, kann heuer ein Überschuss von 118 800 Euro erwirtschaftet werden, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird.

Straßenbau Schwerpunkt

Der Ausbau der Gemeindestraße in Richtung Unterauerbach mit 459 000 Euro war heuer der Schwerpunkt des Investitionshaushalts, betonte Lobinger. Daneben waren noch einige kleinere Maßnahmen möglich - die weitere Umstellung der Straßenleuchten auf LED-Technik mit 42 400 Euro, die Beschaffung von Digitalfunkgeräten für die Feuerwehren, Austausch der IT-Geräte an der Grundschule sowie Schutzeinrichtungen im Kindergarten für die altersgemischte Gruppe.

Für den Ausbau des Radweges fällt zehn Jahre lang eine jährliche Kostenbeteiligung von 7900 Euro an, die der Landkreis erhält. 2015 ist die letzte Rate fällig. Insgesamt beträgt das Gesamtinvestitionsvolumen der Gemeinde in diesem Jahr 576 300 Euro. Um die gesamten Investitionen finanzieren zu können, war neben den Eigenmitteln noch eine Kreditaufnahme von 181 000 Euro erforderlich. Dadurch erhöhte sich der Schuldenstand jedoch nur um 62 200 Euro, da andererseits auch Kredittilgungen vorgenommen wurden, rechnete der Finanzhüter vor. Nach eingehender Beratung bewilligte der Gemeinderat den Etat für 2014 ohne Einwände. (weiterer Bericht folgt).
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