Saumäßiger Ärger

Lokales
Altendorf
23.03.2015
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Den Jagdgenossen machen die zunehmende Anzahl an Wildschweinen und deren Schäden zu schaffen. Vorsitzender Hans Reindl freute sich über mehr Abschüsse als im Vorjahr. Auch von den Finanzen gab es positive Meldungen.

Bei der Jagdgenossenschaft Riggau ist im Großen und Ganzen alles in Ordnung. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand die Zunahme der Schwarzkittel, deren Abschuss im Berichtszeitraum auf 44 Sauen angewachsen ist. Im Jahr zuvor waren es neun erlegte Tiere weniger. Vorsitzender Hans Reindl zeigte sich angesichts des vermehrten Abschusses zufrieden. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern. "Es gab immer einen kontinuierlichen Meinungsaustausch zwischen den Jagdgenossen und den Pächtern."

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte er an die Zusammenkünfte des Vorstands, bei denen es um die Flurschäden durch die Schwarzkittel ging. Es sei ihm klar, so Reindl, dass die Problematik nicht von heute auf morgen gelöst werden könne. Die Lösungsvorschläge wie der Einsatz von Nachtsichtgeräten bei der Schwarzwildjagd oder Drückjagden müssten genau durchdacht und analysiert werden. "Wenn wir das Problem der vermehrten Population des Schwarzwildes und der damit verbundenen Flurschäden nicht in den Griff bekommen, werden wir in zehn bis 15 Jahren keine Jäger mehr in den Revieren haben." Kassenverwalter Konrad Neuser berichtete von einem guten Jahr. Trotz einer Spende für den Umbau des Pfarrsaals an Stadtpfarrer Edmund Prechtl vermeldete er eine positive Kassenbilanz.

Schäden beseitigt

Einigkeit herrschte hinsichtlich der Verwendung des Pachtschillings. Dieser wird auf die Orte aufgeteilt, um dort Gemeinschaftsaufgaben zu finanzieren. Der Sprecher der Jagdpächter, Norbert Ferstl, ging auf die Abschusspläne der einzelnen Jagdbögen ein. Im Bogen I seien die Zahlen für das Rehwild im Gegensatz zu den drei übrigen Bögen nicht erreicht worden. In den vier Jagdbögen seien insgesamt 44 Sauen erlegt worden. "In allen Bögen hatten wir Mühe mit den Sauen, aber alle Schäden konnten einvernehmlich bereinigt werden." In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei den Jagdgenossen, die in der Regel bei den Aufräumarbeiten fleißig mithalfen. Hegeringleiter Albert Butscher ging auf die Abschusszahlen in der Hegegemeinschaft Pressath ein. Dort seien 140 Stück Schwarzwild erlegt worden. Pro 100 Hektar seien dies statistisch gesehen 1,24 Tier gewesen. Damit stehe die Hegegemeinschaft Pressath im Vergleich mit anderen Teilen des Landkreises am besten da. Zum laufenden Verbissgutachten meinte er, dass das Ergebnis abgewartet werden müsse, bevor über die Höhe der neuen Abschusspläne diskutiert werden kann. Er bat die Jagdpächter an der Rama-dama-Aktion des Landkreises am Samstag, 28. März, teilzunehmen. Außerdem lud er zur Hegeschau am 25. April in Speinshart und zur Hubertusfeier im November in Pressath ein.

Bürgermeister Werner Walberer bedankte sich bei den Jagdgenossen für deren Arbeit zum Wohl von Menschen, Tieren und Natur. Stadtpfarrer Edmund Prechtl lobte den Einsatz zum Vorteil der Allgemeinheit. Jagdvorsteher Hans Reindl dankte den Jägern für das Jagdessen und der Wirtin Andrea Graser für die vorzügliche Zubereitung des Hirschbratens und des Rehragouts.
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