Schritt zur Flurneuordnung

Bei den Flurbegehungen mit den Landwirten wurde bereits konkret darüber gesprochen, wie die künftige Flur im Falle eines Neuordnungsverfahrens möglichst optimal erschlossen werden kann. Bild: haa
Lokales
Altendorf
27.08.2015
0
0

Für einen modernen Einsatz der Landmaschinen sind optimal gestaltete Wirtschaftsflächen eine wichtige Voraussetzung. Die Landschaft der Region ist jedoch von Gelände mit stark zersplitterten, vielfach kleinen und oftmals ungünstig geformten Grundstücksflächen geprägt. Eine Flurneuordnung ist deshalb erforderlich.

Die Landwirte aus Fronhof und Siegelsdorf sind mittlerweile auf dem besten Weg zu einem entsprechenden Verfahren. Sie trafen sich im Gemeindezentrum zu einer weiteren Arbeitskreissitzung der Flurwerkstatt. Hierzu begrüßte Bürgermeister Georg Köppl auch Baudirektor Werner Bachseitz vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) sowie Landschaftsarchitekt Gottfried Blank aus Pfreimd.

Nachdem im Mai eine Flurbegehung stattgefunden habe, gelte es nun, über das Verfahrensgebiet und die eventuell erforderlichen neuen Wege zu diskutieren, gab Architekt Blank zu verstehen. War für Fronhof bisher nur der Bereich von der Gemeindezell bis zur Horstersiedlung für ein Verfahren vorgesehen, so war man sich relativ schnell einig, dass die gesamte Flur westlich der Staatsstraße 2159 bis zur Gemarkung Zangenstein einbezogen werden sollte.

Ähnlich wollen es auch die Landwirte aus Siegelsdorf. Sie sind mittlerweile ebenfalls an einer Neuordnung ihrer Fluren interessiert. Anhand einer Luftbildkarte wurde das Verfahrensgebiet für die Fluren der beiden Orte grob abgesteckt. Blank wies darauf hin, dass dies keinesfalls eine Festlegung sei und Änderungen immer noch möglich seien. Wenn es zu einem Verfahren kommt, wird die aus der Flurwerkstatt erarbeitete Abgrenzung vom ALE überprüft und nach bestimmten Kriterien angepasst.

Wegenetz ergänzt

Weiter wurde in der Sitzung ein zukünftiges Wegenetz besprochen. Blank versicherte, dass jedes Grundstück durch die Zusammenlegung zu neuen und größeren Flächen an einen Weg angebunden werde. Fahrtrechte und ähnliche Dienstbarkeiten über andere Grundstücke gebe es danach nicht mehr. Im Allgemeinen werden tragfähige Schotterwege gebaut. Nur in steilen Lagen werden die Wege gepflastert, jedoch nicht asphaltiert.

Bei den Flurbegehungen wurde bereits konkret darüber gesprochen, wie die künftige Flur im Falle eines Neuordnungsverfahrens möglichst optimal erschlossen werden kann. Hier stellten die Teilnehmer fest, dass in beiden Fluren schon gut ausgebaute asphaltierte Wege vorhanden sind. Von diesen aus wären dann noch Zubringerwege anzulegen.

Der längste Weg, der gebaut werden müsste, wäre von der Altendorferstraße in die Horsterfelder. Ansonsten wären überwiegend nur Stichwege erforderlich. Lediglich die Straße in die Gemeindezell müsste mit einer Oberbauverstärkung saniert werden. Die besprochenen Wege wurden in einer Karte zusammengefasst. Einige Wege sind auch nicht mehr erforderlich. Diese werden rückgebaut und der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt.

Im Zuge des Wegebaus erfolgt auch eine Behandlung und Lenkung des Oberflächenwasserabflusses. Teilweise sind hier Wasserrückhaltungen notwendig, um Ab- und Ausschwemmungen zu verhindern. Soweit es möglich und zulässig ist, können für die Flächenzusammenlegung Geländehindernisse und Ranken beseitigt werden. Bei stärkeren Hanglagen - vor allem im Bereich der Fluren in Siegeldorf - können wegen des Boden- und Erosionsschutzes an den Feld-Enden nur Gewende angelegt werden. Dies war auch den Landwirten klar.

Ende im Spätherbst

In seinem Ausblick deutete Blank an, dass sein Büro nun die Struktur- und Nutzungskartierung ausarbeitet, um sie bei der nächsten Sitzung vorzustellen. Er wies auch darauf hin, dass am Ende der Flurwerkstatt - voraussichtlich im Spätherbst - der Wille zum Ausdruck kommen sollte, dass eine Flurneuordnung mehrheitlich gewünscht wird.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.