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Lokales
Altendorf
23.10.2014
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Die bisher übliche landwirtschaftliche Entsorgung des Klärschlamms geht einer unsicheren Zukunft entgegen. Deshalb wird seit geraumer Zeit an einem Konzept zur interkommunalen Klärschlammverwertung im Landkreis Schwandorf gearbeitet.

Bürgermeister Georg Köppl informierte in der Gemeinderatssitzung, dass die geplante interkommunale Klärschlammverwertung mittlerweile konkrete Formen annimmt. Das erarbeitete Konzept sieht eine Klärschlammtrocknungsanlage am Standort des Müllkraftwerks in Schwandorf vor und die anschließende thermische Verwertung wahrscheinlich im Zementwerk in Burglengenfeld.

Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, dass die landwirtschaftliche Ausbringung zumindest mittelfristig ein Auslaufmodell ist. Beim landwirtschaftlichen Vertragsanbau sei Klärschlamm schon jetzt verboten und gesetzliche Hürden und ein Umdenken in der Landwirtschaft würden dies zusätzlich erschweren. Deshalb komme man künftig nicht an anderen Lösungen vorbei. Laut Machbarkeitsstudie würden pro Kubikmeter Klärschlamm Kosten von 19,32 Euro anfallen.

Was an Schlamm anfällt

Aus der Kläranlage Altendorf wurden im Jahre 2012 607 Kubikmeter Klärschlamm landwirtschaftlich verwertet bei 19,66 Euro pro Kubikmeter, rechnete der Bürgermeister vor. Im Jahre 2013 wurden 970 Kubikmeter Klärschlamm entsorgt, weil auch der Klärteich grundlegend gesäubert wurde. Dabei musste im Teich und im Becken auch ein Amphibienfahrzeug zur Lockerung und Verteilung eingesetzt werden, was zu zusätzlichen Kosten führte. Insgesamt fielen Kosten von 26,29 Euro pro Kubikmeter an. Angesichts der Fakten und der künftigen Entwicklung beschloss der Gemeinderat, dem noch zu gründenden "Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung" beizutreten.
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