Stabile Gebührenrechnungen

Lokales
Altendorf
21.09.2015
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Die Gebühren für die Abwasseranlage der Gemeinde Altendorf können, aufgrund der Nachkalkulation für die Jahre 2011 bis 2014 und der Vorauskalkulation für 2015 bis 2018, in der bisherigen Höhe von 2,49 Euro pro Kubikmeter belassen werden. Zuletzt wurden die Gebühren vor vier Jahren angehoben.

Der Bau der Abwasseranlage im Gemeindegebiet war mit knapp 5,3 Millionen Euro die größte und auch kostenaufwändigste Baumaßnahme, die von der Gemeinde jemals ausgeführt wurde. Gut zwei Millionen brachten die Hausbesitzer für die Anlage auf, und 2,3 Millionen Zuschuss gewährte der Freistaat Bayern. Die Kommune musste noch einen Kredit von knapp einer Million aufnehmen.

Es war eine enorme Belastung damals, für die Benützer wie auch für die Gemeinde. Doch heute spricht kaum mehr einer davon, denn es war eine einmalig notwendige Anschaffung die sehr viele Vorteile brachte. Nur bei der Gemeinde erscheinen jedes Jahr im Etat noch die kalkulatorischen Zinsen für das Darlehen. Unter Berücksichtigung der momentanen Zinspolitik konnte dieser Verrechnungssatz jetzt um ein halbes Prozent gesenkt werden.

Anlage kostendeckend

Die Abwasseranlage arbeitet seit einigen Jahren kostendeckend, gab Bürgermeister Georg Köppl bei der letzten Sitzung des Gemeinderates bekannt. Nun stehe wieder die Anpassung der Einleitungsgebühr für den Bemessungszeitraum von 2015 bis 2018 an. In Anlehnung an den Abrechnungszeitraum des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe - sie stellt der Gemeinde die Ablesedaten zur Verfügung - ist der Abrechnungszeitraum vom 1. Oktober bis 30. September festgelegt.

Auf der Basis der Jahresrechnungen für die Vorjahre wurde die Nachkalkulation für 2011 bis 2014 gemacht. Zur Ermittlung der künftigen Gebühren wurden auch die voraussichtlich anfallenden Kosten für die Jahre 2015 bis 2018 mit einbezogen und eine durchschnittliche Einleitungsmenge von 31 850 Kubikmeter Abwasser angenommen.

Keine Preiserhöhung

Köppl konnte erfreut mitteilen, dass die Einleitungsgebühren konstant bleiben können und nicht erhöht werden müssen. Sie betragen weiterhin 2,49 Euro pro Kubikmeter. Auch die Grundgebühren bleiben unverändert und betragen für den normalen Haushaltswasserzähler 71,13 Euro im Jahr und für die Wasseruhr mit erhöhter Durchflussmenge 81,36 Euro. Der Gemeinderat stimmte den Gebühren für die nächsten vier Jahre ohne Einwände zu.

Für eine voraussichtlich anstehende Sanierung in den kommenden Jahren wird auch ein finanzieller Puffer aufgebaut. Der Bürgermeister erinnerte, dass in der Anlage teilweise zu hohe Ammoniumwerte (eine Wasser-Stickstoff-Verbindung) gemessen werden. Die Gemeinde hat mittlerweile mit dem Architekturbüro UTE aus Regensburg Verbindung aufgenommen hat. Bei einer ersten Besichtigung des Klärwerks durch das Architekturbüro wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, um diese erhöhten Werte zu senken.

Damit in den Rohrleitungen erst kein Faulungsprozess ausgelöst wird, sollten diese mehrmals am Tag mit Druckluft aus einer Kompressorstation versorgt werden. Weiter ist an eine Verkleinerung der Vorklärbecken, durch Abtrennungen gedacht. Außerdem sind auch im Klärwerk selbst noch Nachrüstungen möglich. Welche Maßnahmen letztendlich ausgeführt werden müssen, wird das Büro der Gemeinde noch gesondert vorschlagen.

Satzungsänderung nötig

Wegen rechtlicher Änderungen und redaktioneller Anpassungen hat das Bayerische Innenministerium eine Neufassung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung ausgearbeitet. Die neue Mustersatzung ist übersichtlicher angeordnet und in den Textpassagen verständlicher formuliert.

Der Gemeinderat war mit der Übernahme der neuen Satzung einverstanden.
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