Gemeinderat beschließt Beschränkung
Keine Durchfahrt für Lastwagen

Die starken Belastungen durch schwere gewerbliche Transportfahrzeuge haben in der Vergangenheit einige Gemeindestraßen - im Bild die Straße nach Dürnersdorf - erheblich beschädigt. Mit hohem finanziellen Aufwand müssen diese Fahrbahnen durch die Gemeinde wieder instand gesetzt werden. Bild: haa
Politik
Altendorf
14.07.2016
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Das Netz der Ortsverbindungsstraßen ist in der Gemeinde über 20 Kilometer lang. Sukzessive wurden die meisten Straßen in den vergangenen Jahren saniert oder ausgebaut. Damit die Fahrbahnen wieder einige Jahrzehnte lang halten, fasste der Gemeinderat einen Beschluss.

Die starken Belastungen durch schwere gewerbliche Transportfahrzeuge haben mehrere Straßen in der Vergangenheit so stark beschädigt, dass die Gemeinde sie mit hohem finanziellen Aufwand wieder instand setzen lassen musste. Die Gemeindestraßen werden von den Lkw gerne als Abkürzungen genutzt, um Zeit und Kraftstoff einzusparen.

Sperrung für Lkw


Bürgermeister Georg Köppl berichtete bei der Sitzung des Gemeinderates, dass sich die Vorkommnisse in letzter Zeit wieder häuften. Aktuell sei sogar eine gesperrte Gemeindestraße mit Schwerlastfahrzeugen befahren worden. Dies könne auf die Dauer nicht hingenommen werden, betonte Köppl. Die Gemeinde sieht sich daher gezwungen, für alle Ortsverbindungsstraßen eine Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen Gesamtgewicht einführen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorschlag zu. Die verkehrsrechtliche Anordnung wird mit der Behörde noch abgeklärt. Landwirtschaftlicher Verkehr und Erntemaschinen sowie Linienbusse werden von der Begrenzung ausgenommen.

Die wiederholten Unwetter haben auch im Gemeindebereich erhebliche Schäden hinterlassen. Der Bürgermeister dankte besonders den Feuerwehren und den Landwirten sowie den Bauhofmitarbeitern für die spontane Hilfe und Unterstützung sowie für die sehr gute Zusammenarbeit. Der gemeindliche Bauhof war darüber hinaus mehrere Wochen lang beschäftigt, um die Gräben und Böschungen an den Gemeindestraßen wieder instand zu setzen. Teilweise war auch eine Fremdfirma mit beschäftigt.

Hohe Schäden


Auch das Straßenbauamt war mehrere Tage lang im Einsatz, um die starken Anschwemmungen zu beseitigen. Besonders an der Staatsstraße zwischen Siegelsdorf und Oberkonhof waren die Schäden außergewöhnlich hoch. Hier müssen wahrscheinlich Vorkehrungen an den dahinterliegenden Feldern getroffen werden, damit sich solche Fälle nicht wiederholen können.

Die vor geraumer Zeit geschlossene Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Postcekov soll weitergeführt und wieder belebt werden, informierte Köppl. Die neue Führung in der Partnergemeinde hat deshalb eine Einladung zum Annafest Ende Juli ausgesprochen. Der Besuch aus Altendorf wird noch organisiert.

Telekom übernimmt Ausbau


In der Gemeinde wird die Telekom die Breitbandversorgung übernehmen. Sie gab mit 566 205 Euro das günstigste Angebot ab. Der entsprechende Vertrag wurde bereits abgeschlossen, gab der Bürgermeister bekannt. Die Gemeinde erhält nach den neuen Bedingungen eine Förderung von rund 509 585 Euro. Der Eigenanteil beträgt 56 620 Euro. Innerhalb eines Jahres soll der Ausbau realisiert sein. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, ist noch offen, da derzeit ein Boom bei den Erschließungen herrscht. Bei Fronhof, Schirmdorf, Trossau und Willhof entsteht die Erschließung in "FTTC"-Technik. Bis zum Kabelverzweiger kommt Glasfaserkabel zum Einsatz. Von hier aus erfolgt dann die Verknüpfung mit dem bereits vorhandenen Anschluss des Teilnehmers. Insgesamt werden 35 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Die Ortsteile Dürnersdorf, Marklhof, Murglhof, Oberkonhof, Siegelsdorf, Stabhof, Unterkonhof, sowie Biogas und Anwesen Frey werden in "FTTH"-Technik (Glasfaserkabel bis ins Haus) erschlossen. In beiden Fällen werden Geschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit garantiert. In der Anwendung hat sich aber gezeigt, dass zwischen 50 und 100 Mbit erreicht werden. Auch für Altendorf selbst wird es Verbesserungen geben.
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