"Markfelder": Gemeinderat zu Änderungen bereit - Erörterung am 4. Februar
Änderungen für "Markfelder"-Baugebiet

Politik
Altendorf
26.01.2016
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Der Bebauungsplan "Markfelder", der seit 2006 rechtskräftig ist, sieht bis jetzt nur Wohnhäuser mit Erdgeschoss und Dachgeschoss vor. Da sich die Wünsche der Bauinteressenten in der Zwischenzeit jedoch geändert haben und Bauanträge für eine andere Häuserform eingereicht wurden, soll jetzt der Bebauungsplan überarbeitet werden.

Auf dem Baugebiet mit 20 Parzellen sind mittlerweile neun mit E+D-Häusern bebaut. Jetzt wurden erneut drei Baugesuche von Bauwerbern eingereicht, die jedoch, statt dem bisher zugelassenen Dachgeschoss, ein Haus mit zwei kompletten Geschossen bauen wollen. Diese Häuserform ist freilich im bisherigen Bebauungsplan nicht vorgesehen.

Abweichungen möglich


Der Gemeinderat hat in zwei vorangegangenen Sitzungen den drei Bauanträgen mit der E+1-Bebauung allerdings das gemeindliche Einvernehmen erteilt und einer Befreiung für sämtliche Abweichungen vom Bebauungsplan zugestimmt. Das Landratsamt befand jedoch, dass die Bauvorhaben mittels Befreiung nicht genehmigt werden können, da Grundzüge der Planung berührt würden. Vielmehr empfahl die Behörde, den Bebauungsplan so zeitgemäß zu ändern, dass er den heutigen Ansprüchen der Bauwilligen entspricht.

Die Unterlagen wurden im Bauamt der Verwaltung vom Architekten Johannes Schießl zwischenzeitlich umgestaltet und die Festsetzungen der Wandhöhen, der Dachform und der Dachneigung eingearbeitet. Bei der Gemeinderatsitzung wurden die geänderten Unterlagen in einem Sachvortrag von Martin Kräuter von der Verwaltung vorgestellt.

So ändert sich bei den Häusern mit Satteldach die Traufhöhe von bisher 4,10 Meter auf maximal 5,90 Meter. Als Dachneigung waren bislang 35 bis 45 Grad zugelassen, für die neue Gebäudeform sind flache Neigungen von 20 bis 30 Grad erforderlich. Dies ist notwendig, um die Firsthöhe von neun Metern, die nicht geändert wird, einzuhalten.

Die Gebäudetypen mit einer E+1- Bebauung sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden und werden immer häufiger errichtet. Vergleichsbeispiele gibt es in den umliegenden Kommunen der Region bereits seit einigen Jahren. Es ist insofern davon auszugehen, dass weitere Bauwerber, und auch Grundstückseigentümer, die bereits Parzellen in dem Baugebiet besitzen, eine E+1-Bebauung anstreben, gab Kräuter zu verstehen.

Pläne liegen aus


Der Gemeinderat sieht folglich den Bedarf nach dieser weiteren Gebäudeform als gegeben an und hat in seiner Sitzung vom 10. Dezember die Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplanes beschlossen. Der Planentwurf liegt noch bis 26. Januar öffentlich auf.

Während der frühzeitigen Beteiligung findet am 4. Februar um 17.30 Uhr im Gemeindezentrum ein Erörterungstermin statt. Ingenieur Schießl von der VG wird hier die Auswirkungen der Planung besprechen. Mittlerweile sind auch einige Einwände von Anliegern, zu der Änderung, bei der Gemeinde eingegangen. Diese werden bei der nächsten Gemeinderatsitzung am 11. Februar behandelt.
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