Städtebauförderung
Den Ortskern attraktiver machen

Im nächsten Jahr sollen die planerischen Voraussetzungen für die Freiflächengestaltung in der Ortsmitte geschaffen werden. Dabei ist der Erhalt der lokalen Identität des Ortskerns (unser Bild) mit seiner unverwechselbaren städtebaulichen Struktur unerlässlich. Bild: haa
Politik
Altendorf
21.12.2015
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Damit Altendorf auch für die Zukunft anziehend und lebenswert aussieht, ist eine Umgestaltung der Freiflächen im Ortskern vorgesehen. Mit Zuschüssen aus dem Städtebauförderungsprogramm will die Gemeinde die vorgesehenen Maßnahmen umsetzen. Im kommenden Jahr sollen die Planungen anlaufen.

Nicht nur die Einheimischen sollen sich hier wohl fühlen, sondern auch Familien die zuziehen sowie den künftigen Generationen soll es in Altendorf gefallen. Deshalb ist es erforderlich, das Ortsbild gefälliger und attraktiver zu gestalten. Wegen der Priorität anderer kommunaler Pflichtaufgaben wie Straßenbauten, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie Schule, und Kindergarten musste die Ortskernsanierung immer wieder verschoben werden.

Nach erneuten Gesprächen in der Kirchenverwaltung und mit dem Pfarrgemeinderat, die recht positiv verliefen, kann die Gemeinde jetzt die planerischen Voraussetzungen für die Freiflächengestaltung in der Ortsmitte fortführen, gab Bürgermeister Georg Köppl bei der kürzlichen Sitzung des Gemeinderates bekannt.

Er schlug daher vor, bei der Regierung für 2016 erst einmal Maßnahmen für 100 000 Euro anzumelden damit dort die Fördermittel entsprechend eingeplant und bei Bedarf abgerufen werden können. Die Gemeinde verpflichtet sich mit der Anmeldung keinesfalls, im gleichen Jahr die Maßnahmen voll durchzuführen.

Wichtige Standortfaktoren


Während der Vorplanungen für die Umformung der Ortsmitte wurde vom Architekturbüro Brückner & Brückner aus Tirschenreuth bereits eine Grobanalyse erstellt die auch für die Aufnahme in die Städtebauförderung notwendig war. Dazu wurde in einer Fragebogenaktion die Vorstellungen und Bedürfnisse der Einwohner ermittelt. Bei einer Ortsversammlung fanden die von den Planern daraufhin vorgestellten Ideen bei den Bürgern allgemeine Zustimmung.

Auf der Basis der Grobanalyse wurde das Ortsentwicklungskonzept mit der Regierung abgesprochen. Als Einrichtungen der Grundversorgung seien der Dorfladen, eine Bank und gute Gasthäuser vorhanden. Außerdem zählen Kindergarten und Grundschule als wichtige Standortfaktoren für junge Familien.

Die funktionalen Bausteine einer Ortsmitte seien in Altendorf vorhanden, stellten die Planer damals fest. So gebe es dörfliche Siedlungselemente mit Straßenraum und Vorgärten sowie nette Gassen und Wege mit zahlreichen Impressionen. Die Infrastrukturausstattung sei insgesamt familienfreundlich. Diese Stärken müssen allerdings besser genutzt werden. Die Gestalter prägten für Altendorf das neue Leitbild "Vom bäuerlichen Dorf zur ländlichen Siedlung".

Ortskern beleben


Als wichtiges strategisches Ziel sei die Bildung einer klaren und funktionalen Ortsmitte sowie die Verbesserung der Grün- und Freiraumsituation anzustreben. Für die Wohn- und Lebensqualität sei der Erhalt der lokalen Identität des Dorfes und seiner unverwechselbaren städtebaulichen Strukturen unerlässlich. Zur Steigerung des Wohnwertes müsse auch die familienbezogene Infrastruktur weiter ausgebaut werden um Kindergarten und Schule auf jeden Fall zu erhalten.

Die Belebung des Ortskerns habe oberste Priorität. Derzeit sei der Ort noch ohne größere Lücken bewohnt. Vor dem Hintergrund einer stagnierenden bis rückläufigen Bevölkerungsentwicklung wird jedoch das Risiko künftiger Leerstände erhöht. Es müsse daher überlegt werden, daraus Wohnraum zu schaffen, da sonst eine Aushöhlung drohe. Sinnvoll wäre es, solche Flächen für Zuzugs- und Ansiedlungsmöglichkeiten, hauptsächlich für junge Familien, bereit zu stellen. Den Kindern müsse das Lebensgefühl als heimatlicher und liebenswerter Wohnstandort vermittelt werden, um die Abwanderung zu verhindern.

Für alle umzusetzenden Maßnahmen aus dem Konzept werden 60 Prozent Förderung gewährt. Die Arbeiten werden sich, vor allem auch aus finanziellen Gründen, über mehrere Jahre hinziehen. Der Gemeinderat stimmte der Programmanmeldung bei der Behörde zu.
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