975 kostspielige Meter
Neubau statt Sanierung

Die Straße von Dürnersdorf in Richtung Enzelsberg ist gesperrt. Die Gemeinde plant eine Erneuerung im nächsten Jahr. Bild: haa
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Altendorf
10.09.2016
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Die Straße von Dürnersdorf in Richtung Enzelsberg ist gesperrt. Die Gemeinde plant eine Erneuerung im nächsten Jahr. Bild: haa

Die Gemeindestraße von Dürnersdorf Richtung Enzelsberg ist seit einigen Jahren in sehr schlechtem Zustand. Ein Ausbau ist mittlerweile dringend erforderlich. Ein Bauentwurf ist bereits erstellt und die Kosten stehen fest.

Der Ausbau war schon vor etwa zehn Jahren einmal vorgesehen.Doch wegen der geringen Verkehrsfrequenz wurden andere Gemeindestraßen, die eine wesentlich höhere Verkehrsbedeutung haben, verständlicherweise früher saniert oder ausgebaut. Wegen des schlechten Zustandes ist die Straße nun seit geraumer Zeit für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Zwei Gemeinden


Die Verbindung ist etwa 1500 Meter lang, wobei der Anteil der Gemeinde Altendorf 975 Meter beträgt. Der restliche Teil gehört der Nachbargemeinde Niedermurach. Die Bürgermeister der beiden Gemeinden und Vertreter des Ingenieurbüros Weiß trafen sich vor einiger Zeit zur Besichtigung, dabei wurde vereinbart, erst einmal eine Entwurfsplanung zu erstellen. Architekt Winfried Legl stellte bei der letzten Sitzung dem Gemeinderat die zwischenzeitlich erarbeiteten Planungen vor. Dabei konnten auch die 2006 schon einmal erledigten Baugrunduntersuchungen mit herangezogen werden. Bei den neueren Überprüfungen wurde festgestellt, dass auf der gesamten Strecke ein Vollausbau erforderlich ist. Für eine Oberbauverstärkung ist der Unterbau wesentlich zu schwach.

Geplant wurde bestandsorientiert, so dass der Bau auf der bestehenden Trasse erfolgt. Es sind nur etwa 1000 Quadratmeter Grunderwerb notwendig. Die Breite der Fahrbahn wird auf 4,50 Meter ausgelegt. Eine momentan auf einem Teilstück noch vorhandene Steigung von 12 Prozent wird auf 10,5 Prozent abgesenkt. Weiter wird eine Retentsonsmulde mit einem Fassungsvermögen von 375 Kubikmeter, als Pufferspeicher für Regengüsse, angelegt. Die erforderliche landschaftspflegerische Begleitplanung und eine artengerechte Untersuchung wurden ebenfalls gemacht. Demnach sind einige kleine Ausgleichsmaßnahmen notwendig. Der Wildwuchs an den Böschungen wird gerodet und durch artgerechte Bepflanzung ersetzt.

Das Architekturbüro hat auch bereits die Kosten für den Bau der Straße ermittelt. Das 975 Meter lange Teilstück der Gemeinde Altendorf wird 483 000 Euro kosten. Davon sind 441 000 Euro zuwendungsfähig. Bei einer geschätzten Förderung von etwa 55 Prozent beträgt der Eigenanteil 242 500 Euro. Dem Gemeinderat kam diese Summe sehr hoch vor. Der Architekt begründete die erhöhten Kosten jedoch durch die gestiegenen Anforderungen an die Bauweise für Straßen durch Änderungen in den Baurichtlinien. Bürgermeister Georg Köppl werde jedoch versuchen, bei der Regierung eine bessere Förderung zu erwirken.

Förderantrag gestellt


Da die Straße 2017 Jahr gebaut werden soll, hat die Gemeinde bereits den Förderantrag bei der Behörde eingereicht. Legl regte an, die Maßnahme für die gesamte Strecke auszuschreiben, da die Angebote wesentlich günstiger ausfallen werden, als bei einer getrennten Ausschreibung. Die Abrechnungen würden aber für die beiden Gemeinden, je nach Anteil, getrennt erstellt.
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