Bebauungsplan für Wohngebiet "Markfelder" wird geändert
Gemeinde erfüllt Wünsche

In der Markfeldersiedlung wurden bisher nur Wohnhäuser in der Bauform E + D erstellt. Nun wollen drei Bauinteressenten auf den freien Flächen im Vordergrund Häuser mit einem kompletten Obergeschoß bauen. Um den Wünschen gerecht zu werden, wird die Gemeinde den Bebauungsplan entsprechend ändern. Bild: haa
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Altendorf
10.01.2016
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Im Baugebiet "Markfelder" haben sich die Wünsche der Interessenten geändert. Der seit 2006 geltende Bebauungsplan wird nun erweitert, um Bauwilligen entgegenzukommen.

Von den ursprünglich 20 Bauplätzen auf dem Areal sind mittlerweile neun bebaut, drei verkauft und für einige Parzellen liegen ernsthafte Reservierungen vor, gab Bürgermeister Georg Köppl bei der Gemeinderatsitzung bekannt. Nicht nur einheimische Bauwillige, auch auswärtige junge Familien haben hier ihr Eigenheim errichtet.

Ohne schräge Wände


Nun wurden in den beiden vorangegangenen Sitzungen erneut drei Baugesuche von Bauwerbern eingereicht. Diese wollen jedoch statt der im Bebauungsplan festgelegten Häusern E+D ein komplettes zweites Geschoß, ohne schräge Wände, auf ihr neues Gebäude aufsetzen. Allerdings würden die Seitenwände und demzufolge auch die Traufhöhe etwas höher sein, dafür ist aber das Dach flacher gestaltet. Die Firsthöhe würde deshalb gleich bleiben oder sich nur unbedeutend verändern.

Das Landratsamt teilte nun der Gemeinde mit, dass die vorgelegten Baugesuche von den Grundzügen des Bebauungsplanes abweichen. Die Behörde empfahl daher der Kommune eine Änderung des Bebauungsplanes. Der Gemeinderat vertrat die einhellige Meinung, den Wünschen der Bauinteressenten auf jeden Fall nachzukommen und die Vorgaben entsprechend anzupassen. Der Bebauungsplan wird nun im Wesentlichen dahingehend geändert, dass die Festsetzungen der Wandhöhen, der Dachform und der Dachneigung angepasst werden. Danach werden die Unterlagen der Behörde erneut eingereicht. Wegen der Auslage- und Einspruchsfristen werden bis zur Genehmigung drei bis vier Monate vergehen. Bürgermeister Köppl wies darauf hin, dass auf dem Areal jetzt nur noch eine Parzelle zur Verfügung steht. Es ist daher dringend weiterer Baugrund erforderlich. Die Behörden hingegen legen den Kommunen nahe, erst offene Baulücken zu schließen und Leerstände wieder zu beleben, bevor neue Baugebiete ausgewiesen werden.

Nur einer verkaufsbereit


Die Gemeinde hat ermittelt, dass im Ortsbereich und in der Zellwegsiedlung an verschiedenen Stellen noch annähernd 30 000 Quadratmeter an Flächen zur Verfügung stehen, die als Bauland Verwendung finden könnten. Das wären etwa 30 Bauplätze und würde für einige Jahre ausreichen. Die betroffenen Grundstücksbesitzer wurden diesbezüglich von der Kommune angeschrieben und mit einem Fragebogen um ihre Stellungnahme gebeten. Von 17 Grundstücksbesitzern kamen zehn Antworten zurück. Allerdings hat nur ein Eigentümer bekundet, sein bereits erschlossenes Grundstück zu verkaufen. Der Bürgermeister gab hierzu bekannt, dass bei Interesse an einem Verkauf die Gemeinde die Objekte kostenfrei auf ihre Homepage stellt.

Für die Entwicklung von Altendorf wäre es dringend erforderlich, dass weitere Familien die Möglichkeit bekämen, sich hier anzusiedeln. Dies wäre schon deshalb notwendig, um Schule und Kindergarten einmal nicht zu gefährden. Der Ort hat mit seinen kulturellen und gesellschaftlichen Einrichtungen, wie Pfarrheim, Dorfladen, Gaststätten und einem aktiven Vereinsleben, doch einiges zu bieten.
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