Beim traditionellen Anfischen der Angelfreunde Willhof wenig Beute gemacht
Schwarzach mit kleinen Glasaalen besetzt

Der stellvertretende Vorsitzende der Angelfreunde, Hans-Jürgen Dirschwigl (rechts), gratulierte den besten Anglern des Anfischens. Bild: hfz
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Altendorf
17.05.2016
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Beim Anfischen der Angelfreunde Willhof machten sich heuer 37 Angler, davon 17 Gäste, auf den Weg an die Gewässerstrecke der Schwarzach, um auf Beutezug zu gehen. Bei kühlen Temperaturen konnten aber nur zwölf Angler eine geringe Beute von 25 Kilogramm zur Abwiegestelle bringen.

-Willhof. Bei der Preisverleihung unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Jürgen Dirschwigl wurden zwölf Sachpreise und ein Pokal für den besten Jungangler vergeben. Die erfolgreichsten fünf Teilnehmer waren Erwin Koch mit 4000 Gramm, Fabian Baldauf (3750/zugleich bester Jungangler), Harald Erbrich (3400), Max Dirschwigl (2400) und Johannes Dirschwigl (2100).

Zum Abschluss bedankte sich der stellvertretende Vorsitzende noch für die rege Teilnahme sowie bei Vereinsmitgliedern, die im Vorfeld bei Arbeitseinsätzen und Vorbereitungen gefordert waren, um diese Veranstaltung zu ermöglichen. Ein gemütliches Beisammensein mit etwas Fischerlatein und deftigen Brotzeiten rundete den Tag ab. Nächste Vereinsveranstaltung ist das vereinsinterne Königsfischen am 17. Juli. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder einschließlich Jugendlicher mit gültiger Jahreskarte.

Preis gesunken


Die Angelfreunde Willhof und die Fischereigenossenschaft Schwarzach haben die Schwarzach kürzlich mit sechs Kilo Glas-Aalen besetzt. Auf natürlichem Weg ist der Aalbestand in den heimischen Gewässern in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Das Exportverbot in Nicht-EU-Länder ließ den Preis von einst 1300 Euro auf 350 Euro für ein Kilo Glas-Aale sinken, so dass es sich Vereine wieder leisten können, den Fortbestand in der Schwarzach zu sichern. Ein Kilo entspricht einer Menge von etwa 3500 Stück bei einer Länge von acht Zentimetern.

Die Fischereigenossenschaft Schwarzach besetzte die Schwarzach von Schwarzenfeld her bis Neunburg in Abständen mit vier Kilo Glas-Aalen. Bei den Besatzmaßnahmen wurden Glas-Aale bevorzugt, da die Gefahr einer Krankheitsbildung deutlich geringer sowie die Wachstumsrate deutlich höher ist gegenüber Farm- oder Satz-Aalen, die in künstlich angelegten Becken herangezogen werden.

Zu erwähnen ist noch, dass der Aal zum Laichen in den Saragossasee abwandert und die jungen Glas-Aale mit rund acht Zentimetern Länge erst nach vier Jahren in Frankreich ankommen, wo sie mit feinen Netzen gefangen und weiterverkauft werden.
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