Bürgerversammlung in Altendorf
Schule, Kindergarten und Dorfladen erhalten

Das gründlich renovierte Schulhaus und der gut ausgestattete Kindergarten sind Aushängeschilder der Gemeinde. Leider werden die Kinder in beiden Einrichtungen immer weniger. Bild: haa
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Altendorf
21.03.2016
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Die demografische Entwicklung der Bevölkerung wirkt sich auch in der Gemeinde Altendorf aus. Die Einwohnerzahlen sind seit Jahren rückläufig und unter die Neunhunderter-Grenze gesunken. Auch die Geburtenzahlen gehen zurück, so dass in der Schule kombinierte Jahrgangsklassen geschaffen werden mussten. Ein Stopp beim Abwärtstrend ist nicht erkennbar.

Von 50 auf 30 Kinder


Als vor gut zehn Jahren der Kindergarten eingeweiht und das Schulhaus vor vier Jahren einer Grundsanierung unterzogen wurde, waren beide Häuser noch dicht mit Kindern belegt. Für den Kindergarten war eine Sondergenehmigung erforderlich, da über 50 Kinder zu betreuen waren. Auch in der Grundschule wurden über 50 Kinder unterrichtet. Heute sind in den beiden Einrichtungen jeweils nur mehr gut 30 Kinder.

Bürgermeister Georg Köppl stand bei der Bürgerversammlung die Sorge im Gesicht. "Wir brauchen unbedingt junge Leute, die bei uns in der Gemeinde bleiben oder hier herziehen, damit wir wieder mehr Kinder bekommen" betonte der Bürgermeister sehr eindringlich. Sollte die Zahl der Schulkinder noch weiter sinken, werden zwangsweise Schulverbünde gegründet. Dies kann natürlich zur Folge haben, dass auch die kleinen Kinder ab der ersten Klasse mit dem Bus zu einer anderen Schule befördert werden müssen.

In diesem Zusammenhang sei es äußerst wichtig, dass ausreichend Bauland zur Verfügung steht, damit sich junge Familien ansiedeln können und die Zahl der Kinder wieder ansteigt. Köppl appellierte daher an die Besitzer von Baugrundstücken, im Interesse der weiteren Ortsentwicklung, den Bauinteressenten die vorhandenen Grundstücke zur Verfügung zu stellen, damit es in der Gemeinde wieder aufwärts gehe.

Nicht besser sieht es auch im Kindergarten St. Andreas aus, der momentan von 31 Kindern besucht wird. In den vergangenen Jahren erfolgten im Innenbereich verschiedene Umbaumaßnahmen und Neuerungen in einigen Räumen, um auch Kinder ab einem Jahr aufnehmen zu können. Dieses Angebot wird auch gut angenommen.

Letztes Jahr haben viele freiwillige Helfer, die über mehrere Wochen im Einsatz waren, die Außenanlagen im vorderen Teil des Kindergartens neu- und umgestaltet. Voraussichtlich heuer soll auch der hintere Bereich eine Veränderung erfahren. Dann ist die Einrichtung wieder auf neuestem Stand und die Kinder werden ihre helle Freude daran haben. Nur sollte der Kindergarten auch dann von einer entsprechenden Anzahl von Kindern besucht werden.

Schwarze Null fehlt


Der Bürgermeister kam auch auf den Dorfladen zu sprechen, der vor zwei Jahren eröffnet wurde. Im Allgemeinen soll in den Läden in diesem Zeitrahmen die berühmte "schwarze Null" erreicht werden. In Altendorf ist das, trotz Maßnahmen mit dem Berater, den Lieferanten und dem tüchtigen Personal, bisher leider noch nicht geglückt. Der Laden wird von allen Bevölkerungsschichten und mittlerweile auch von auswärtigen Kunden gut besucht, doch der Umsatz ist immer noch zu gering.

An den Preisen kann es keinesfalls liegen, denn die sind ähnlich wie in den Supermärkten. Auch das Warenangebot ist umfangreich und vielfältig. Köppl richtete daher den dringenden Appell an die Versammlung, den Dorfladen besser zu nutzen, wenn er auch weiterhin bestehen soll. Erst wenn es den Laden, wider Erwarten, nicht mehr geben sollte, werden die Einwohner feststellen, dass ihnen die günstige Einkaufsmöglichkeit "vor der Haustüre" plötzlich fehlt. Doch dann ist es leider zu spät und es wird auch in absehbarer Zeit keinen ähnlichen Laden in Altendorf mehr geben, versicherte Köppl in aller Deutlichkeit.

Seit etwa zehn Jahren ist die Gemeinde auch in der LAG "Brückenland Bayern-Böhmen". Aus dieser Beteiligung wurde auch der Spielplatz am Radweg bei der Markfelder-Siedlung mit 70 Prozent gefördert. Es waren auch noch ein Obstlehrpfad, ein Infozentrum beim Friedhof und ein Fischlehrpfad geplant. Leider konnten diese Vorhaben nicht umgesetzt werden.
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