Ein Händchen fürs Dekorieren
Monika Salzl schmückt seit fast 30 Jahren die Altendorfer Kirche

Erst zu Weihnachten wird die Kirche festlich geschmückt. Ein Kranz und das Gesteck am Altar begleiten durch die Adventszeit. Monika Salzl ist keine Freundin des Üppigen, weniger ist für sie oft mehr. Bild: Götz
Vermischtes
Altendorf
24.12.2015
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Monika Salzl ist zurückhaltend, Aufhebens um ihre Person liegt ihr gar nicht, das Dekorieren und Gestalten allerdings um so mehr. Seit fast 30 Jahren sorgt sie für den Blumenschmuck in der sehenswerten Altendorfer Pfarrkirche. Sie handelt nach dem Motto "Weniger ist mehr".

"Es macht mir Freude", sagt sie und hat damit eigentlich schon alles gesagt. Sie freut sich, wenn das Gotteshaus dezent-edel geschmückt ist. In der Adventszeit gibt es keinen Blumenschmuck. Jetzt ist der von ihr mit zwei Helferinnen gebundene, sattgrüne Kranz mit dem den roten Kerzen und Schleifen der Blickfang. Bescheiden, ebenfalls in rot und grün gehalten, nimmt sich fast das Gesteck auf dem Altar aus, setzt aber trotzdem einen zweiten Akzent.

Pfarrer Johann Wutz lässt ihr freie Hand. Er kann sich auf sie verlassen und lobt sie auch. Doch das mag Monika Salzl gar nicht so gern; es macht sie fast verlegen. Das Schmücken des Gotteshauses ist ihr nämlich genauso ein Herzensanliegen wie das Gebet. Mit einer weiteren Altendorferin hält sie die Andachten im Wechsel ab.

"Blumenschmuck war schon immer Meins," kommt sie auf das Thema zurück. Die Rentnerin war beruflich im Verkauf tätig, hatte auch dort mit Dekoration und Gestaltung zu tun. Den Kirchenschmuck finanziert sie aus Spenden. Das hat sich bisher immer ausgegangen. Viel Arbeit steht Ostern an. Sämtliche Altartücher werden entfernt und gebügelt, geschmückt wird in den Kirchenfarben weiß und gelb.

Für die Erstkommunionen wählt sie weiße Blumen. "Das schaut in unserer Kirche mit dem roten Teppich am schönsten aus." Ihr Geschmack und Geschick ist auch bei Primizen gefordert. "Für die letzte Primiz habe ich zwei Tage in der Garage Gestecke gemacht."

Nur eines geht sie nichts an: der Christbaum an Weihnachten. Dieser ist in Händen des Frauenbundes. Dafür bleibt ihr der Hochaltar. Weil ihr dieser Dienst in der Kirche Spaß macht, wird sie weiter schmücken "solange es geht".
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