Grundschüler zu Besuch in der Biogasanlage - Betreiber informiert
Kinder wollen wissen, wo der Strom her kommt

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Altendorf
06.02.2016
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Das Licht, die Waschmaschine oder der Herd wird eingeschaltet. Aber woher kommt der Strom dazu? Die Altendorfer Schüler wollten das genauer wissen. Sie besichtigten daher die Biogasanlage in Altendorf und ließen sich über deren Wirkung und die Erzeugung von Strom informieren.

In der jahrgangskombinierten Klasse drei und vier der Grundschule Altendorf wird gemäß dem Lehrplan auch die Erzeugung und der Verbrauch von Strom behandelt. Da bot es sich natürlich an, die einheimische Biogasanlage zu besichtigen. Rektorin Gerlinde Beer verlegte daher mit den Kindern eine Unterrichtsstunde auf das etwa ein Hektar große Betriebsgelände.

Mitbetreiber Wolfgang Maderer erläuterte den jungen Besuchern die Funktion der Anlage, welche von insgesamt fünf Landwirten gemeinsam betrieben wird und Strom für etwa 600 Haushalte liefern kann. Das "Futter" mit dem die Anlage aus dem Fermenter beschickt wird, besteht aus Gras-, Mais- und Ganzpflanzensilage und kommt ausschließlich von den heimischen Landwirten der Region. Etwa 17 Tonnen werden täglich davon verbraucht.

Durch die Vergärung der Biomasse, die in den beiden Behältern bis zu 150 Tage verweilt, entsteht das Biogas. Das Gas wird nach der Erzeugung gereinigt, abgekühlt und dem Motor im Blockheizkraftwerk zugeführt. Der Motor wiederum treibt einen Generator an, der eigentlich den Strom erzeugt, rund um die Uhr läuft und pro Tag etwa 9600 Kilowatt Strom liefern kann. Davon werden etwa fünf Prozent für den Betrieb der Anlage verbraucht, der Rest wird in das Stromnetz des Bayernwerks eingespeist.

Die anfallende Abwärme wird zur Trocknung von Getreide, Hackschnitzel oder Bauholz genützt. Auch der Stall, eines in der Nähe befindlichen Ferkelerzeugungsbetriebes, wird mit der Abwärme beheizt. Der tägliche Aufwand für den Betrieb der Anlage, ohne Wartungs- oder Reparaturarbeiten, beträgt etwa eineinhalb Stunden.

Sehr gespannt verfolgten die interessierten Schüler die Führung und notierten sich auch zahlreiche Fragen, mit denen sie hernach Wolfgang Maderer überhäuften. Zum Abschluss wurde ihnen noch selbst zubereitetes Süßgebäck serviert. Als Dank für die wissenswerten Informationen, überreichten die Schüler ein kleines Gastgeschenk.
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