Niederalteicher Kreis beschäftigt sich mit "Laudato si" - Bildungsreferent Holzbauer spricht ...
Auf den Schrei der Schöpfung hören

Der Niederalteicher Kreis verfolgte interessiert, was der Bildungsreferent der Landvolkhochschule, Sepp Holzbauer, über die Enzyklika des Papstes zu sagen hatte. Bild: Salzl
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Altendorf
10.05.2016
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Nabburg/Altendorf. Der Niederalteicher Kreis lud am Himmelfahrtstag in Zusammenarbeit mit dem KLB-Bildungswerk zu seinem traditionellen Nabburger Treffen ein. Es kamen über 30 Oberpfälzer Ehemalige der Landvolkshochschule Niederalteich und Englburg.

Der Tag begann im Haus der Pfarrgemeinde in Altendorf mit einem Vortag von Sepp Holzbauer. Der Bildungsreferent an der LVHS, aber auch Umweltbeauftragte der Diözese Passau, gab einen Überblick über die epochale Enzyklika, die Papst Franziskus erstmals nicht in Latein, sondern in seiner Heimatsprache Spanisch verfasste. Darin wird eindringlich ein Kurswechsel angemahnt: "Die Zeit drängt, Kapazitäten sind erschöpft, gewisse Höchstgrenzen der Ausbeutung des Planeten sind überschritten worden, ohne dass das Problem der Armut gelöst worden ist."

Auf die Umwelt achten


Die ökologischen Verwerfungen "rufen das Stöhnen der Schwester Erde hervor, die sich dem Stöhnen der Verlassenen der Welt anschließt, mit einer Klage, die von uns einen Kurswechsel verlangt." Politik und Unternehmertum reagierten langsam, weit davon entfernt, den weltweiten Herausforderungen gewachsen zu sein. Man habe die Lektionen der weltweiten Finanzkrise nicht gelernt und nur sehr langsam lerne man die Lektionen der Umweltschädigung.

In der Enzyklika wird Kritik geübt an der Wachstumspolitik und der Vorstellung der unbegrenzten Verfügbarkeit der Güter unseres Planeten. Es wird zu einem verantwortungsvollen und maßvollen Umgang mit allen Gütern der Erde aufgerufen. Ein wertschätzender Umgang mit der gesamten Schöpfung sei dringend geboten: "Wenn wir uns allem, was existiert, innerlich verbunden fühlen, werden Genügsamkeit und Fürsorge von selbst aufkommen."

Es wird aufgerufen, den Schrei der Schöpfung und der Armen zu hören und den Zusammenhang zwischen Umwelt- und Gerechtigkeitsfrage ernst zu nehmen. Die Enzyklika sei ein Aufruf an alle Christen, ja Menschen, das gemeinsame Haus wieder in Ordnung zu bringen, den Lebensstil zu ändern und einfach anzufangen. Die existierende Weltordnung erweise sich als unfähig Verantwortung zu übernehmen, deshalb sei jeder vor Ort gefordert einfach anzufangen und den Lebensstil zu ändern.

"Nur Mut" mit Musik


Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Schiesl feierte der Niederalteicher Kreis in der Pfarrkirche St. Andreas gemeinsam Gottesdienst. Der Landvolkpfarrer im Landkreis Schwandorf, Michael Hoch, zelebrierte den Gottesdienst. In seiner Predigt zum Himmelfahrtstag machte er den Menschen Mut zu einer glaubhaften Nachfolge. Nicht große Worte sind wichtig, sondern ein Herz, das dem Ruf Gottes folgt und alles zurücklässt und aufbricht. Die Gruppe "Nur Mut" umrahmte den Gottesdienst mit neuen geistlichen Liedern schwungvoll musikalisch.

Nach dem Gottesdienst endete das Treffen gemütlich bei Kaffee und Kuchen, den die fleißigen Kuchenbäckerinnen der KLB Altendorf spendierten. Die Teilnehmer waren sich einig: Es war ein rundum schöner und gelungener Tag an dem der Niederalteicher Geist spürbar war.
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