Unwetter setzt Ortsteilen der Gemeinde Altendorf schwer zu
„Das war wie eine Vorstufe von Simbach“

Braune Fluten wälzten sich über die Straßen und Gärten. Bei dem Unwetter waren vier Feuerwehren, der Bauhof, die Nabburger Straßenmeisterei und etliche Landwirte im Einsatz. Mit der Schadensbeseitigung wird man noch einige Tage beschäftigt sein. Bild: hfz
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Altendorf
09.06.2016
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Unwetter in Siegelsdorf und Altendorf, Sonnenschein in Schwarzenfeld und Nabburg: Am späten Mittwochnachmittag kämpften dort die Feuerwehren gegen Wassermassen, während zeitgleich Nabburger und Schwarzenfelder bei Sonnenschein in den Eisdielen saßen.

Der Wolkenbruch, der gegen 16.30 niederging und gut eine halbe Stunde dauerte, hinterließ ein Bild der Verwüstung. "Die Aufräumarbeiten werden noch Tage dauern", so Bauhofleiter Josef Fischer. Er hat das Unwetter, das über Altendorf, Schirmdorf, Siegelsdorf, Fronhof und Trossau niederging, als eine "Vorstufe von dem, was in Simbach passiert ist", empfunden.

Straßen überflutet


Das Pumpwerk in Siegelsdorf bewältigte die Wassermassen nicht mehr, "soff" komplett ab. Die Gullys in der Straße zwischen Altendorf und Trossau konnten das Wasser nicht mehr fassen. Wege und Straßen wurden überflutet, auf der Staatsstraße 2040 kam es zwischen Willhof und Altendorf durch eingeschwemmte Geröllmassen zu Verkehrsbehinderungen. Der Starkregen überschwemmte einen Keller, mehrere Gärten und ein landwirtschaftliches Anwesen, einschließlich der Rinderstallungen. Landwirten entstanden Schäden an den Feldern, "die buchstäblich abgerissen wurden", so Fischer. "In Fronhof prasselten in 40 Minuten 50 Liter Wasser auf einen Quadratmeter". Fischer und sein Kollege Martin Friedrich waren im Einsatz, ebenso Arbeiter der Straßenmeisterei Nabburg und etwa 50 Mann der Feuerwehren Altendorf, Dürnersdorf, Fronhof und Unterauerbach. Froh ist Fischer, dass der Zusammenhalt in den Dörfern stimmt: Geröll musste beseitigt werden. "Ohne die Frontlader und Heckschaufeln der hilfsbereiten Landwirte wäre man aufgeschmissen gewesen. Wenn da nicht alle zusammengeholfen hätten. . . ".

Gestern gingen die Aufräumarbeiten weiter: Gräbern mussten gereinigt, Böschungen wieder hergerichtet werden. An der Staatsstraße zwischen Zangenstein und Oberviechtach rückten die Arbeiter des Straßenbauamtes an.

Appelliert wird an die Autofahrer: Sie sollen vorsichtig fahren, da auf den Straßen im Raum Altendorf noch mit Verschmutzungen zu rechnen ist. Also langsam fahren.
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