Verblüffende Wirkung
Was "Effektive Mikroorganismen" bewirken können

Gisela Schneider berichtete aus der Praxis über zahlreiche "EM"-Anwendungsmöglichkeiten. Bild: kö
Vermischtes
Altendorf
13.12.2015
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Sie können aufbauend und regenerierend für Gesundheit und Wohlbefinden eingesetzt werden, fördern das Bodenleben, reduzieren Gerüche in Haus und Hof, helfen beim Putzen, Frischhalten und bei der Tiergesundheit: "EM - Effektive Mikroorganismen" heißt die "Zauberformel", auf die immer mehr Menschen schwören.

Gisela Schneider hat in Tännesberg in einen Bauernhof eingeheiratet und befasst sich seit zwölf Jahren mit den Mikroorganismen. Auslöser waren Allergie-Probleme. "Wir haben sie überall dort eingesetzt, wo wir Probleme hatten", erzählte sie in ihrem spannenden Vortrag beim Obst- und Gartenbauverein unter dem Motto "Effektive Mikroorganismen - Mischung mit verblüffender Wirkung".

Dabei gibt es Mikroorganismen - auch Mikroben genannt - schon seit mehreren Milliarden Jahren, während es der "moderne" Mensch auf etwa 130 000 Jahre bringt. Zu den Mikroorganismen zählen Bakterien (z.B. Milchsäurebakterien), viele Pilze (z.B. Backhefe), mikroskopische Algen (Chlorellen) sowie Protozoen. Einige Mikroben sind für die Ernährung von Bedeutung (Grundlage vieler Nahrungsketten), andere (wenige) sind aber auch Parasiten und Erreger von Infektionskrankheiten. Die Zahl der Mikroorganismen auf und im menschlichen Körper ist bis zu Hundert mal größer als die Zahl der Zellen, aus denen der Mensch besteht. Im Magen-Darm-Trakt bilden sie die Darmflora und produzieren Vitamine, stärken das Immunsystem und verhindern die Ansiedlung und Ausbreitung von Bakterien und Pilzen. Wie wirkt eigentlich "EM" (siehe Info-Kasten)? In der Natur gibt es zwei entgegengesetzte Prozesse, die im weitesten Sinn als Regeneration (aufbauend und in Richtung des natürlichen gesunden Milieus wirkend) und als Degeneration (abbauend und zerstörend) bezeichnet werden können.

Aufbauend und abbauend


Professor Teruo Higa hat herausgefunden, dass etwa 90 Prozent der vorhandenen Mikroorganismen so gebaut sind, dass sie sich der dominierenden Gruppe anschließen. Ob ein System nun aufbauend oder abbauend ist, wird quasi von den verbleibenden zehn Prozent entschieden. Das bedeutet aber laut Higa, dass schon die Zugabe relativ geringer Mengen (stabiler) "EM" eine Dominanz der nützlichen Mikroorganismen einstellt, die eine Neubesiedlung mit zerstörenden Mikroben verhindert.

Vor diesem fachlichen Hintergrund zeigte Gisela Schneider auf, dass "EM" ursprünglich nur als Alternative zum Einsatz für chemische Mittel in der Landwirtschaft entwickelt wurde. Bei der praktischen Arbeit mit "EM" hätten sich aber erstaunliche Anwendungsmöglichkeiten auf vielen Gebieten ergeben. Die Referentin nannte den Einsatz von "EM" bei Problemsilagen und Saatgut. Gesunde Pflanzen erhöhten wiederum die Tiergesundheit und die Qualität der Endprodukte und verminderten den Einsatz von Antibiotika und Chemikalien. "Wir haben in drei Jahren die Tierarztkosten um die Hälfte reduziert", so Gisela Schneider.

Viele Anwendungsbeispiele


Aus ihrer langjährigen Praxis heraus zeigte die Referentin zahlreiche Anwendungsbeispiele auf, wobei sie jedoch immer wieder betonte, dass keine "Wunder" zu erwarten sind, weil viele Faktoren zusammenwirken. Die Palette reicht vom Einsatz als Reinigungsmittel und zur Verbesserung des Raumklimas über die Behandlung von Küchenabfällen bis hin zur Reduzierung des Schädlingsbefalls (Schnecken) und im Garten zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Aber auch die Verbesserung der Wasserqualität, das "Einwecken" von Kraut und Gurken oder die Harmonisierung der Darmflora durch "EM" waren Themen. Unter den zahlreichen Zuhörern, die Maria Lottner im "Haus der Pfarrgemeinde" begrüßte, waren zahlreiche "EM"-Anwender, was zu einem regen Erfahrungsaustausch führte.
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