"Bierfilzlrocker" begeistern in "D`Wirtschaft" mit "Langsam wer´n ma old"
Auch Rocker werden älter

Philosophische Gedanken übers Älterwerden präsentierten die "Bierfilzlrocker" Michael Maier, Dominik Herzner, Daniel Rudrich und Felix Kopp (von rechts) bei ihrem kabarettistischen Auftritt in "D'Wirtschaft". Bild: adj

Wenn 30-Jährige über das Älterwerden philosophieren haben die Zuhörer, die teilweise deutlich älter waren, richtig Spass. Garniert mit hervorragender Musik spannte sich der Bogen vom Kleinkind bis zum Leben nach dem Tod.

(adj) Musikkabarett und Rockmusik als musikalisches Schmankerl erlebten 100 Gäste am Freitag beim Auftritt der "Bierfilzrocker" in "D'Wirtschaft". Mit dem Programm "Langsam wer'n ma old" über das Vergehen der Lebenszeit haben die vier Musiker den Geschmack des Publikums auf den Kopf getroffen.

Im ersten Teil präsentierten die vier ehemaligen Neustädter Gymnasiasten Dominik Herzner, Daniel Rudrich, Michael Maier und Felix Kopp Musikkabarett mit eigenem Stil. Nicht so deftig wie Grünwald, aber hintergründig und manchmal tiefsinnig. "Das Älterwerden bemerkt man, wenn früher für drei Tage Feiern ein Ruhetag gereicht hat. Jetzt braucht der Körper nach einem Tag Party eine Woche Erholung."

An Themen wie dem Einkaufskrieg bei Aldi, Wäschewaschen mit Sockenschwund, Kostenlosen Internetangeboten per Mail oder der Jobsuche zeichneten die Bierfilzlrocker ihr derzeitiges Leben nach. Die Suche nach einer Partnerin begann mit dem Satz "Es war a mal vor langer Zeit, da traf i a Dirndl, des hat mi gfreit". Doch der mangelnde Erfolg lag an der Intelligenz, der Schönheit, Schlauheit oder der runzligen Ellenbogenhaut der Auserwählten.

Weiter erfuhren die Zuhörer, dass man zum Schmusen in den Bayrischen Wald geht und wie das Lexikon Begriffe wie "Wolpertinger" oder "Bislpause" erklärt.

Nach der Pause wurde es rockig mit Oberpfälzer Texten. Den vier jetzt in München, Österreich oder Regensburg beheimateten Protagonisten merkte man, dass sie ihre Heimat musikalisch zurückerobern wollen. "Bleib jung für alle Zeit", "Immer im Traum", "Sweet Child of mein und immer in die Windel rein", "No Kinder no G'schrei", "Da Watschnbam" oder "Klopf nackert an die Himmelstür" mit gängigen akustischen Rocksongs unterlegt begeisterten das Publikum.

Viel Beifall gab es für die Neuinterpretation der Bayernhymne auf die Melodie von "Sweet home Alabama". Die obligatorische Zugabe "I will etzt ham" rundeten einen gelungenen Abend ab.
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