Motor der Verständigung
Kulturpreis der Oberpfalz für Rainer Christoph

Bezirkstagspräsident Franz Löffler (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Lothar Höher (Zweiter von links) verliehen in Anwesenheit des stellvertretenden Landrats Albert Nickl (links) und Bürgermeister Ernst Schicketanz (rechts) den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz an Rainer Christoph. Bild: sm

Sein langjähriges Engagement rund um die Goldene Straße und den böhmischen Kaiser Karl IV. hat der Bezirk Oberpfalz nun belohnt. Er verlieh Rainer Christoph beim Festakt im "Gasthof zum Kloster" in Gnadenberg bei Neumarkt den Kulturpreis in der Kategorie "Grenzüberschreitende Kulturarbeit" und würdigte damit seine Arbeit zur Völkerverständigung.

Seit Jahren erforscht der ehemalige Rektor der Altenstädter Grundschule die Historie rund um die Goldene Straße, berichtete Laudator Lothar Höher . "Eine wichtige Rolle spielte dabei Kaiser Karl IV., der auf deutscher wie tschechischer Seite gleichermaßen in überwiegend positiver Erinnerung steht."

Christoph begründete Schulpartnerschaften entlang der Goldenen Straße, organisierte Zusammenkünfte, Wettbewerbe, Ausstellungen, Fortbildungen sowie Studienreisen und gründete den "Förderverein Goldene Straße". Sein letztes großes Projekt war eine grenzübergreifende Ausstellung zum 700. Geburtstag Karls IV. Neben der Einführung von Tschechisch-Kursen an Grund- und Hauptschulen tritt Christoph regelmäßig mit Veranstaltungen zum grenzüberschreitenden Austausch in Erscheinung. Auch deutsch-tschechische Buchpublikationen gehen auf in zurück. Das konkrete Projekt für den Kulturpreis des Bezirks nahm im Jahr 2010 seinen Anfang. Damals entstand die Idee, in Stribro einen historischen Pilgerweg mit Kreuzwegstationen zu renovieren und wiederzubeleben. Christoph war von dem Vorhaben sofort angetan und unterstützte nach Kräften Miroslav Kaltenbruner , den Initiator auf tschechischer Seite. So suchte er Sponsoren für die Wiederherstellung der Stationen und zur Beschaffung der Kreuzwegbilder. 2013 wurde der Kreuzweg mit einer beeindruckenden zweisprachigen Andacht eingeweiht.

"Diese Ehrung erfüllt mich mit Freude, Stolz, aber auch mit Dankbarkeit", sagte Christoph. Er sah die Auszeichnung als "Ensemble eines fast 30-jährigen Lebens für ein grenzüberschreitendes Wirken". Er dankte allen, die ihn unterstützt haben, insbesondere seiner Frau Doris . Er betrachtete sein Wirken nicht als Lebenswerk, das klinge nach Abschluss und Fertigstellung. Dem sei aber nicht so. "Ich will mich als leidenschaftlicher Anwalt der grenzüberschreitenden Arbeit weiter für die Verständigung einsetzen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.