60 Jahre Stachel im Fleisch

Auf 60 Jahre blickte die KAB Altenstadt am Wochenende zurück. Präses Markus Nees durfte erfahren, dass die Mitglieder Rita Fischer, Klaus Leipold, Ehrenvorsitzender Josef Pröll, August Schedl, zweite Vorsitzende Elisabeth Bauer, Sigrid Reuß, Richard Bauer und Matthias Reuß) von links) eine eingeschworene Gemeinschaft sind. Bild. adj

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) setzt sich für eine humanere Arbeitswelt im Sinne der christlichen Werte ein. Die Erhaltung der Sonntagsruhe oder gerechte Entlohnung sind dabei zwei Eckpunkte.

(adj) Seit 60 Jahren gibt es den Ortsverband der KAB in Altenstadt. Am Samstag wurde dieses Jubiläum in einem kleinen, aber feinen Rahmen gefeiert. In einem Gottesdienst wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Präses Pfarrer Markus Nees ging in seiner Predigt auf die Arbeit der KAB ein.

Die Motivation, die Menschen bei der Ausübung ihres Berufes haben, sei unterschiedlich wie Geld verdienen, Familie ernähren oder den großen Zusammenhang zu sehen. Hier komme die KAB ins Spiel. Gemeinsam mit der Kirche kämpfe sie für gerechte Entlohnung, notwendige Pausen und gute Arbeitsbedingungen.

Aus diesem Grund stelle sie immer ganz konkrete Forderungen und bringe sich in die öffentlichen Diskussionen ein. Betont werde dabei immer, dass die Arbeit für den Menschen da sei und nicht umgekehrt. Der Wert des Menschen dürfe nicht danach berechnet werden, wie viel er arbeitet. Er dürfe nicht zum Sklaven werden. Dazu gehöre die Erhaltung der Sonntagsruhe mit der Möglichkeit, den Gottesdienst zu besuchen. Auch die gerechte Rente, um Altersarmut zu vermeiden oder die Mütterrenten seien Anliegen der KAB. Ihre Forderungen seien nicht immer voll umzusetzen. Doch mit dem christlichen Gedankengut sei die KAB ein Stachel im Fleisch der Gesellschaft. Mit dem Segen der Zurückhaltung, der aufbauenden Kritik, der Empörung und des Wiederspruchs schloss Pfarrer Nees seine Predigt.

Im Anschluss wurde das Jubiläum mit einem Stehempfang im Pfarrsaal gefeiert. Auch ohne Vorsitzenden Kurt Fischer, der aus auf einer Reha weilt, zeigten die Mitglieder, dass sie eine verschworene Gemeinschaft sind.

Ehrenvorsitzender Josef Pröll, der die KAB von 1977 bis 2000 geführt hat, zeigte einen Rückblick mit Bildern auf die Geschichte des Ortsverbands. Zweite Vorsitzende Elisabeth Bauer war mit dem Ablauf der kleinen Feier sehr zufrieden.
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