Altenstädter haben Kanal voll

Ein bunter Turm in Altenstadt: Mit einem Wichtelturm zeigt die Stadt, dass sie auch für die jüngsten Bürger ein Herz hat. Bild: dob

Bei Starkregen haben Anwohner entlang der Rosenstraße und trotz Einbaus von Rückstauklappen immer wieder mit Überschwemmungen zu kämpfen. Noch heuer sollen die unliebsamen nassen Überraschungen in den Gebäuden der Vergangenheit angehören.

Die Stadt wird in diesem Gebiet einen neuen und vor allem größeren Kanal bauen. Diese Zusage des Bürgermeisters Andreas Wutzlhofer gefiel bei der zweiten Bürgerversammlung im Ortsteil in der Kegelgaststätte "TriffNix" vor allem den Anwohnern des Straßenzugs, Willi Völkl und Rudolf Kunze. Von der Rosenstraße bis zum Seltmannpark werde die Leitung noch heuer mit einer großen Kanalleitung mit einem Durchmesser von 1,10 Metern erneuert. Die Kosten des Neubaus bezifferte der Bürgermeister mit rund 330 000 Euro.

Bis der Kanalbau, der im August beginnt, hinunter zur Buchengasse in dieser Größe verlegt ist, wird es aber dauern. Angst brauchen die Anwohner dann aber bei starken Regenperioden im ausgebauten Bereich trotzdem nicht mehr haben. Denn auf dem Seltmann-Gelände dürfe sich das Wasser, das durch die größeren Kanalrohre in diesem Bereich in die vorhandenen kleinen fließt, im Ernstfall ungehindert auf den Wiesen ausbreiten.

Grüngut wieder Thema

Keine Bürgerversammlung, in der nicht die Öffnungszeiten zur Anlieferung des Grünguts im städtischen Bauhof Thema sind. Diesmal sprach Markus Schönberger, einer der 25 Besucher, den Stadtvertreter darauf an. Die Anlieferung gestalte sich wegen der begrenzten Öffnungszeiten an den zwei Tagen als ein regelrechtes Chaos. "Aber nur weil jeder meint, der Erste sein zu müssen", wusste Wutzlhofer. Erneut wird sich der Stadtrat damit befassen.

Reinhard Hilburger fragte nach, wann die Sanierung der Weißenbachstraße anstehe. Hier bat der Rathauschef noch um etwas Geduld, da nicht alle Projekte auf einmal umgesetzt werden könnten. Monika Mages regte auf dem Dorfplatz eine Blumenwiese an. Mit dem Ansäen alleine sei es aber nicht getan, informierte Außendienstleiter Karl Frey. Das Stadtoberhaupt konnte sich diese Möglichkeit jedoch gut vorstellen. Lob kam von Markus Schönberger für die Umgestaltung des städtischen Freibads. Wünschenswert wäre für ihn allerdings, dass das Volleyballfeld auch außerhalb der Öffnungszeiten für die Sportler frei zugängig wäre. Dies sei einzig eine Haftungsfrage, sagte Wutzlhofer.

Konrad Kindl aus Obertresenfeld bedankte sich bei der Stadt für die Pflege und Aufschotterung der Wirtschaftswege und das Ausputzen der Gräben im Bereich Obertresenfeld. Im Waldgebiet "Elm" bei den drei Handkreuzen sei der Waldweg durch große Holzverarbeitungsmaschinen beschädigt und könne nicht mehr bewandert werden, brachte Monika Mages vor. Da es sich dort aber um Privatgrundstücke handelt, war sie mit ihrem Anliegen an der falschen Adresse. Wutzlhofer riet der Altenstädterin, sich einfach eine andere Wanderroute zu suchen.

Martina Pohl bedankte sich für das Ausgießen ihres Gehsteigs mit Beton, dies hatte sie im vergangenen Jahr anregt. Die Bauhofarbeiter hätten diese Bitte prompt erfüllt. Außerdem würden nicht mehr so viele Lastwägen durch die Neumühlstraße karren, was vor einem Jahr noch für Unmut sorgte. "Ich weiß nicht, ob ihr daran schuld seid", lachte sie. Dies sei eher den Navigationsgeräten geschuldet, versicherte Frey.

Neues Bushäuschen

Der Bürgermeister gab außerdem bekannt, dass die Stadt für Ersatzbeschaffungen an Spielgeräten (Wichtelturm) für den Spielplatz unterhalb des SV-Geländes sorgte. Der Ortsteil Obertresenfeld bekommt ein neues Bushäuschen, nachdem der Landkreis Neustadt/WN erneut ein Förderprogramm aufgelegt hat. Die hölzerne werde durch eine gläserne Unterstellmöglichkeit ersetzt. Rund 80 Prozent der Kosten von 8500 Euro werden bezuschusst.
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