Anker für Arbeitnehmer

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens vor zehn Jahren wurden zahlreiche Mitglieder für ihre Treue und ihre Leistungen im Dienste der KAB ausgezeichnet. Archivbild: adj

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) ist ein Musterbeispiel für soziales Engagement. Der Altenstädter Ortsverband blickt am Wochenende auf sechs spannende Jahrzehnte zurück.

60 Jahre KAB werden am Samstag um 17 Uhr in einem Festgottesdienst gewürdigt. Es folgt ein Stehempfang im Pfarrsaal. Die Bevölkerung ist zu den Feierlichkeiten eingeladen.

Bereits 1902 wurde in Altenstadt ein katholischer Arbeiterverein gegründet. Dieser musste 1939 aufgelöst werden. Um dem Anwachsen der Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg Rechnung zu tragen und die zahlreichen Arbeitnehmer zu unterstützen, wurde 1954 der heutige Ortsverband unter der Leitung von Geistlichem Rat Julius Meister, Karl und Gertrud Volkmar, Hans Nickel, Otto Schacherl und Michael Neumeier als katholisches Werkvolk gegründet. In den ersten Jahren war es für den Verein schwer, die Kirche in die Welt der Arbeit zu integrieren. Des Weiteren machte die mangelnde Beteiligung an den einzelnen Veranstaltungen dem Verband zu schaffen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl wuchs aber in religiösen Gesprächen und bei der Mithilfe beim Hausbau. Eine wichtige Rolle in der Geschichte des Werkvolks spielt Josef Hofmeister, der im Gründungsjahr Sekretär war und sich mit großem Engagement hervortat.

In der Öffentlichkeit

Die Aktivitäten des Vereins standen von Anfang in der Öffentlichkeit. Dies beweist die Tatsache, dass auch Nichtmitglieder bei den Veranstaltungen gerngesehen waren. Auch die damalige Christliche Arbeiterjugend (CAJ) war an den Aktionen und Besprechungen des Werkvolks beteiligt. Eine wesentliche Aufgabe der katholischen Arbeitnehmerbewegung war es, auch die Frauen in der Arbeitswelt anzusprechen.

Die Betriebsratstätigkeit wurde schon damals für enorm wichtig gehalten, so wurden zusammen mit der CAJ Handzettel vor den Betrieben verteilt. Ein herausragender Höhepunkt in der Geschichte des Werkvolks war das Treffen mit Kardinal Cardijn, dem Gründer der CAJ, in Regensburg. Von dem Würdenträger sind große Impulse für die Weiterentwicklung und das Selbstverständnis der KAB ausgegangen.

Das Jahr 1971 war für das Werkvolk Altenstadt ein ereignisreicher Abschnitt in seiner Geschichte, da viele Entscheidungen des Verbands von den Mitgliedern direkt oder indirekt mitgetragen werden mussten. Die im Bundesverband zusammengeschlossenen Werkvolk-Verbände Süd- und Westdeutschlands und der Verband Rothenburg beschlossen 1971 auf dem Bundesverbandstag in Würzburg den neuen Namen, "Katholische Arbeitnehmerbewegung". Die Zeit danach war von vielen Veranstaltungen geprägt. Bei Veranstaltungen wurden Themen der Arbeitswelt, Rente, Gesundheit, Familie und vieles mehr den Menschen näher gebracht.

Marterl und Mission

1981 wurde in "Süd II" ein Marterl aufgestellt. Geld für die Mission brachte der Kräuter- und Palmbüschelverkauf. Mit den Einnahmen der Josefifeiern werden jedes Jahr Vereine und Institutionen in der Gemeinde bedacht. Fahrten und Wanderungen gehören wie Maiandachten und Rosenkränze zum Ablauf.

Vier Vorsitzende haben die KAB erfolgreich gemacht: Gründungsvorstand Hans Nickl (1954 bis 1968, 1974 bis 1977), Erich Schöppe (1968 bis 1974), Josef Pröll (1977 bis 2000) und Kurt Fischer (seit 2000) haben den Verband so erfolgreich gemacht.
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