Architekt muss abspecken

Die 1982 erbaute Turnhalle der Mittelschule muss generalsaniert werden. Dem Bauausschuss sind die Vorstellungen des Planers zu teuer. Nun muss er nachbessern. Bild: sm

Die Gemeinde plant eine Generalsanierung der Mittelschulturnhalle. Nach den Plänen von Architekt Wolfgang Schultes aus Grafenwöhr kostet sie rund 1,7 Millionen Euro. Das ist dem Bauausschuss viel zu viel. Nun soll abgespeckt werden.

Im Mehrzweckraum der Mittelschule traf sich der Bauausschuss unter Regie von Bürgermeister Ernst Schicketanz (SPD) zur Beratung über die Generalsanierung der Sporthalle der Mittelschule. Mit dabei waren Schulleiterin Gabriela Reitinger-Maier sowie Sportlehrer Michael Neumann.

Die rund 27 Meter lange und zirka 15 Meter breite Sporthalle stammt aus dem Jahr 1982. An der Ostseite befinden sich die Geräteräume sowie ein Sanitärbereich für Gäste. Im Süden grenzen Umkleidekabinen mit Sanitärbereich sowie ein Konditionsraum an. Außerdem geht es von hier in die Schule.

Sanitäranlagen sanieren

Architekt Schultes erkannte nicht nur im Hallenbereich, sondern auch im Umfeld erheblichen Sanierungsbedarf, insbesondere bei den Sanitärräumen. Er schlug vor, die Duschen in den Umkleiden neu zu strukturieren und zeitgemäß einzurichten. Beim Hauptzugang zur Halle möchte er ein Behinderten-WC mit Duschmöglichkeit schaffen. Die Zugänge sind bereits stufenfrei und ebenerdig. Notwendig sind zudem neue Rettungswege an der Westseite.

Geplant sind neue Prallschutzwände und eine ballwurfsichere Akustikdecke. Die Dacheindeckung wird erneuert und der Dachstuhl nach statischen Erfordernissen ergänzt. Das Flachdach der Nebengebäude (Umkleide- und Sanitärtrakt, Geräteräume) soll durch ein Satteldach mit leichter Neigung und Trapezblecheindeckung ersetzt werden. Vorgesehen ist zudem ein Außensonnenschutz an der Ost- und Westseite, um ein Aufheizen der Halle zu verhindern.

Die Fenster sollen erneuert und in einer Drei-Scheiben-Isolierverglasung aus Aluminium oder Kunststoff ausgeführt werden. Die rund 1,9 Meter hohen Zargen bei den Innentüren werden ausgebaut und erneuert, um künftig eine Kopfhöhe von zwei 2 Metern zu erhalten. Die Geräteraumtore müssen ebenfalls erneuert werden. Der Wärmeschutz entspricht den geltenden Anforderungen.

Für Wärme sorgt gegenwärtig eine veraltete Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung mit niedrigem Wirkungsgrad. Sie soll durch eine moderne Anlage mit Wärmerückgewinnung ersetzt werden. Des Weiteren ist beabsichtigt, zusätzlich in der Sporthalle Deckenheizstrahler einzubauen, um die Betriebskosten zu minimieren. Die gesamte Elektroinstallation wird erneuert. Dazu zählt auch die Beleuchtung über LED.

Bei den Außenanlagen werden keine besonderen Maßnahmen notwendig. Insgesamt kosten die Vorhaben 1,7 Millionen Euro. Von der Regierung erwartet die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 40 bis 50 Prozent. Die Kosten sind einigen Gemeinderäten zu hoch. Vor allem Dominik Baschnagel (CSU) und Hans Simon (SPD) wollten wissen, wo noch gespart werden und worauf man verzichten könne.

Einsparungen ausloten

Der Architekt hatte zwar schon Einsparungen in Höhe von rund 83 000 Euro parat. Dies war den Räten aber viel zu wenig. Schultes erhielt den Auftrag, sein Konzept noch einmal zu überarbeiten. Vor allem wünschen sich die Räte Auskunft über mögliche Einsparungen bei den Folgekosten beispielsweise bei Heizung oder beim Strom. Bis Ende Oktober hat der Planer nun Zeit zur Überarbeitung.
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