Ausgezeichnete Fischer

Beim Kreisfischereiverein standen viele Ehrungen an, darunter war auch Altbürgermeister Josef Zilbauer (links), der seit 30 Jahren Mitglied ist. Bilder: dob (2)

In der Jahreshauptversammlung des Kreisfischereivereins standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Zwei Mitglieder erhielten ganz besondere Auszeichnungen.

(dob) Schriftführer Richard Koller war perplex, als ihm Vorsitzender Johann Dittmann für seine langjährige Arbeit mit einer Auszeichnung des Bezirks würdigte. Die Ehrennadel in Gold unterstreiche seinen Einsatz für den Verein, lobte Dittmann unter dem Beifall der Mitglieder. "Einen besseren als ihn könnten wir nicht finden."

Stellvertreter Martin Puff überreichte Dittmann wegen dessen vieler Verdienste um das Fischereiwesen im Namen des Fischereiverbands Oberpfalz die Ehrennadel in Silber. Eine Anerkennung für zwei Jungfischer gab es obendrein. Matthias und Sebastian Puff sind stets beim Arbeitsdienst der Fischer zur Stelle und damit eine große Ausnahme.

Geständiger Schwarzangler

Als Fischereiaufseher ist Martin Puff ebenfalls für den Verein unterwegs. Im vergangenen Jahr standen für ihn und seine Kollegen über 60 Kontrollen an. Dabei wurden 33 Angler ohne Verstöße überprüft. Allerdings entdeckten die Fischereiaufseher am 19. Oktober einen Jugendlichen am Altentreswitz-Gewässer mit einer Handangel ohne die erforderlichen Dokumente. In einer Ausschuss-Sitzung gab der Schwarzfischer seinen "unbewussten" Verstoß sofort zu und entschuldigte sich. Diese Einsicht bewahrte den jungen Mann vor einer Anzeige.

Puff appellierte an die Mitglieder, sich an der Weiterbildung Fischereiaufseher beim Oberpfälzer Fischereitag am 12. September in Berching zu beteiligen. In Vertretung für Jugendleiterin Rosa Wagner berichtete der stellvertretende Vorsitzende über die Nachwuchsabteilung. Er dankte für die finanzielle Unterstützung und Sachspenden des Vereins. Das Jugendzeltlager soll vom 7. bis 9. August über die Bühne gehen.

In den Gruppenstunden hatten Hans Kellner und Bruno Brenner die Themen Hacken- und Schlaufenbinden oder Montage einer Feeder-Angel nähergebracht sowie die Verwendung von Aromen und Lockstoffen gelehrt. Beste Genesungswünsche schickte der Verein an den erkrankten Bruno Brenner. Jungfischerkönig 2014 wurde Fabian Gesierich mit einem Rotauge.

Gewässerwart Hubert Gallitzdörfer berichtete, dass im vergangenen Jahr 1562,60 Kilogramm Fische in die vereinseigenen Gewässer eingesetzt wurden. Davon 907,6 Kilo Karpfen, 98 Kilo Schleien, 150 Kilo Brachsen, 50 Kilo Bachforellen und 28 Kilo Graskarpfen. Außerdem Marmorkarpfen (24 Kilo), Giebel (35), Futterfische (360) und vier fangfähige Zander. Über das Artenhilfsprogramm setzten die Fischer außerdem 3000 Bachforellen und 7090 Nasen ein.

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier lobte den Einsatz für stark gefährdete Fischarten und die Betreuung der Gewässer. Doch auch die Rama-dama-Aktion, bei der die Fischer die Ufer- und Flussböschungen von Unrat und Müll befreien, verdiene Respekt und Anerkennung. "Sie als Fischer erspüren und erleben Verbundenheit mit der Natur im Lebensraum Wasser und achten darauf, dass dieser Lebensraum gesund und intakt bleibt." Speziell als Jugendbeauftragter dankte er gesondert für die Mitwirkung.

Spende für Anja

Dittmann warnte abschließend seine Kollegen eindringlich, Fischereigewässer nicht über die Wiesen der Landwirte anzufahren. Kürzlich habe er erst wieder zwei Verstöße gemeldet bekommen. Außerdem sammelten die Mitglieder 268 Euro für die Aktion "Anja will leben". Münchmeier leitete die Spende an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei weiter. 150 Euro davon steuerte der Verein aus seiner Kasse bei.
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