Balsam für die Seele

Da kam Begeisterung auf. Der 40-köpfige Chor der "Gospel Singers" aus Waldau unter Leitung von Hans-Josef Völkl und Jenny Spitzner gastierte in der Jesus-Christus-Kirche.

Eingeladen zu diesem besonderen Ereignis hatte die gebürtige Wurzerin Monika Raith, die seit vielen Jahren in Altenstadt wohnt. Ihr Ziel ist, mit dem Benefizkonzert das Ruanda-Projekt "Hilfe für Waisen" von Pater Martin zu unterstützen.

"Mit Gospels und einem weiteren breiten Repertoire an Liedgut gaben die überwiegend jungen Leute ihren Einstand. Ein Chor, der sich aus dem Kirchenchor der Nepomuk-Kirche Waldau entwickelte. Ursprünglich nur als Sommerprojekt für sechs Wochen geplant, hat er bereits über zehn Jahre Bestand. Die rund 160 Besucher feierten in ökumenischer Eintracht die stimmgewaltigen Sänger, darunter die Solisten Eva-Maria Schwab, Sarah Kellner, Katharina Portner und Florian Eckl.

Gedanken und Impulse

"Ein echter Ohrenschmaus. Diese geschenkte Stunde war Balsam für Herz und Seele", so der Kommentar einer Besucherin. Mit nachdenklich machenden Gedanken und Impulsen ging in den kleinen Pausen Pfarrer Hans Günther Daiderich auch auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik im Land ein. Die Botschaft des Sonntags lautete: Nur Perspektiven in der Heimat halten Menschen aus Afrika von einer lebensgefährlichen Flucht nach Europa ab. Bildung bedeutet Zukunftschancen für junge Menschen. Hier lohnt es sich zu investieren. Wann werden unsere Politiker dies verstehen?

Bindeglied zu Ruanda ist für Raith Pater Martin. Das Schul-, Gesundheits- und Sozialwesen wird dort fast zur Gänze von der Ortskirche getragen und benötigt dringend ausländische Unterstützung. Nur so kann den Kindern einen guten Start in ein selbstständiges Leben ermöglicht werden.

Die Initiatorin der Hilfsaktion war bereits in Ruanda und traf vor rund zehn Jahren erstmals ihr Patenkind. Damals erfuhr die Welt von einem verheerenden Völkermord an einer Million Menschen. Was blieb, waren viele Kinder und Jugendliche ohne Eltern, ganz auf sich allein gestellt. Von da an engagierte sich die Altenstädterin für den belgischen Verein "Die Kinder von Pater Martin". Patenschaften ermöglichen einigen der Ärmsten den Schulbesuch.

Mit einem Lächeln

"Und ist der Beitrag auch noch so armselig, er wird mit einem Lächeln im Gesicht belohnt. Jedes Lächeln hat ein Gesicht und einen Namen." So etwa heißt es in der Begrüßung der Homepage des Vereins. Der Beitrag, der in Altenstadt geleistet wurde, war in keiner Weise armselig. Mit Unterstützung der "Gospel Singers" kam die Werbung für Afrika bei allen Zuhörern an.

Begeistert von der Musik und berührt von der Situation flossen die Spenden reichlich. Der Erlös dieser Veranstaltung fließt in Schuluniformen, ohne die kein Schulbesuch möglich ist, in Hefte und Stifte für die Waisen. Wer sich näher für Hilfe für Ruanda interessiert, kann sich an Monika Raith, Haydnstraße11, in Altenstadt wenden.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.enfantsmartin.org
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