Barrierefrei durchs Rathaus

Mitglieder, die seit Jahrzehnten zum VdK-Ortsverband gehören, sind das Rückgrat, stellte Vorsitzender Erich Völkl (hintere Reihe, rechts) heraus. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Quirin Gierisch aus Neustadt/WN (vordere Reihe, rechts) gratulierte den Geehrten. Bilder: dob (2)

VdK-Ortsvorsitzender Erich Völkl kämpft weiter für den Einbau eines Personenaufzugs im Vohenstraußer Rathaus. Dies machte er bei der Mitgliederversammlung im Gasthof "Schloßwirt" deutlich.

"Es wird doch eine Möglichkeit geben, dies zu verwirklichen", meinte Völkl in Richtung des Stadtrat Wolfgang Töppel. Wenn ein Behinderter zu einem Behördengang ins Rathaus komme, gebe es die gute Regelung, dass der Sachbearbeiter ins Erdgeschoss komme. Allerdings könnten Behinderte keine Stadtratssitzung, den Faschingsauftakt oder Musikveranstaltungen im Saal besuchen. Die finanzielle Situation der Stadt lasse die Baumaßnahme ohne weiteres zu. Töppel riet einen offiziellen Antrag an die Stadt zu stellen.

Dank richtete Völkl trotzdem an Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Da dieser sein Versprechen, im Rathaus eine behindertengerechte Toilette einzubauen, gehalten habe. Mit 450 Mitgliedern zählt der Ortsverband mit zu den größten des Kreisverbands. Der Vorsitzende appelliert an Mitglieder, das Angebot der Trockengymnastik besser anzunehmen, da die Nachfrage dafür stark zurückging. Anders bei der Wassergymnastik. Die vorhandenen fünf Gruppen seien so gut wie ausgebucht.

Nicht jedes Mitglied käme in den Genuss der VdK-Seniorenerholung. Wer mindestens 75 Jahre alt sei, könne die Leistung beanspruchen oder ebenso Hartz-IV-Empfänger. Am 26. Juni gebe es beim Tag der offenen Tür in der Kreisgeschäftsstelle in Weiden die Möglichkeit, sich bei kostenlosem Kaffee und Kuchen zu informieren. Durch den mit dem Sibyllenbad geschlossenen Kooperationsvertrag dürften VdK-Mitglieder dort verbilligt eintreten. "Einer zahlt, zwei genießen". Jeden 1. Mittwoch im Monat fänden im Weidener Neue-Welt-Kino Filmvorführungen statt, bei denen Besucher nur 3,50 Euro bezahlen brauchen.

Über die finanzielle Situation klärte Siegrid Jungnickel auf. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Quirin Gierisch merkte an, dass der Kreisverband eigene Barrierefreiheitsbeauftragte habe. Völkl lebe für den Verband und setze sich für kranke und behinderte Menschen gleichermaßen ein. Viele Informationen über die Pflegereform brachte Pflegefachkraft Brigitte Karl von der AWO-Sozialstation mit zur Versammlung.

Die Geehrten

Für Lydia Großmann und stellvertretendem Vorsitzenden Manfred Dirscherl kam schließlich ein überraschender Moment. Für herausragende Verdienste im Ortsverband erhielten sie eine Sonderehrung mit einer VdK-Nadel. Langjährige Mitglieder im Verband sind das Rückgrat, lobte Völkl. Leider sei es heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr bis zum Lebensende treu dabei zu bleiben.

Mit der goldenen Treuenadel wurde Andreas Dirscherl für 30 Jahre Zugehörigkeit geehrt. Eine Goldnadel ging für 25-jährige Mitgliedschaft an Josef Bodensteiner, Josef Eger, Josef Kreisl und Hermann Wolf. Ebenfalls das goldene Treueabzeichen für 20 Jahre beim VdK überreichte Völkl an Ursula Lang, Imgard Schieder, Werner Immer, Gisela Becker, Wilma Sommer, Johann Krug und Heinrich Sommer.

Das silberne Abzeichen für 10 Jahre Mitgliedschaft bekamen Silvia Romahn, Gerhard Hierold, Helmut Janker, Ludwig Köppl, Josef Winklmann, Anneliese Bäumler, Monika Bauer, Bettina Bott und Ingrid Scheibl. Des weiteren: Theresia Schmucker, Rosemarie Seidl, Regina Wenzl, Manfred Bastier, Josef Braun, Josef Ertl, Georg Frischholz, Gerhard Gieler, Anton Herrmann, Manfred Kraus und Helmut Möckl.
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