Bauausschuss sucht nach Einsparmöglichkeiten und genehmigt neue Variante von Architekt Wolfgang ...
Turnhallen-Sanierung 300 000 Euro billiger

Nicht gerade im besten Zustand befinden sich die Umkleiden und die Sanitäranlagen in der Sporthalle der Mittelschule. Hausmeister Peter Alwang zeigt ein Problem von vielen: Durch die Decke dringt Wasser. Bild: sm
Die Generalsanierung der Turnhalle an der Mittelschule ist beschlossene Sache. Der Bauausschuss stellte am Mittwoch dafür die Weichen. Die Maßnahme kostet über 1,4 Millionen Euro. Beginn soll im Frühjahr sein. Ursprünglich hatte Architekt Wolfgang Schultes aus Grafenwöhr dafür über 1,7 Millionen Euro (Variante 1) veranschlagt (wir berichteten).

Bis zu 50 Prozent Zuschuss

Das war dem Gremium zu viel. Deshalb sollte er sein Konzept nochmals überarbeiten und nach Einsparungsmöglichkeiten suchen. Auf dem Tisch lagen nun zwei weitere abgespeckte Varianten zur Generalsanierung. Die Kosten lagen hier bei 1,6 Millionen Euro (Variante 2) beziehungsweise 1,4 Millionen Euro (Variante 3). Die Gemeinde rechnet mit 40 bis 50 Prozent Zuschuss durch die Regierung. "Um eine Förderzusage zu erhalten, müssen etliche Voraussetzungen erfüllt sein", berichtete Schultes, der mit Fachplaner Alexander Kraus an der Sitzung teilnahm. Als Voraussetzungen nannte der Architekt unter anderen eine energetische Sanierung, die Einhaltung der Brandschutzvorschriften, einen barrierefreien Ausbau sowie die Erfüllung hygienischer Vorschriften. In allen drei Varianten werden diese Voraussetzungen erfüllt. Der Bauausschuss hatte sich schon mit den Einsparungsvorschlägen des Architekten befasst. Sie favorisierten schnell den günstigsten Entwurf. Hier sind folgende Einsparungen gegenüber der Variante eins vorgesehen: Verwendung von Kunststofffenster anstatt Leichtmetallfenster (28 738 Euro weniger), keine Deckenheizplatten in der Halle sowie dafür Erhalt und Reinigung der Lüftungskanäle (118 028 Euro), kein Sattel-/Pultdach auf Flachdachbereich (129 114 Euro), Akustikdecke in der Halle erhalten und nur in Teilbereichen öffnen (18 000 Euro), Minderung der Nebenkosten (35 000 Euro).

Künftiger Unterhalt

Vor allem Hans Simon (SPD) und Andreas Greiner (CSU) suchten nach weiterem Sparpotenzial. Dabei ging es ihnen auch um den künftigen Unterhalt, zum Beispiel um Einsparungen bei den Heiz- und Stromkosten. Letztlich entschieden sich alle für die günstigste Variante. Allerdings sollen die Akustikdecke komplett erneuert und LED-Leuchten eingebaut werden. Das spart jährlich rund 4000 Euro Unterhalt. Geprüft werden noch der alternative Einbau von Durchlauferhitzern für die Duschen und der Verzicht auf die Fensterfront im Osten, falls die Fenster im Westen für Licht und Durchlüftung ausreichen.
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