"Blick auf das Wesentliche"

"Nichts ist beständiger als der Wandel", lautet ein bekanntes Sprichwort. Bei der Vohenstraußer CSU gab es kürzlich einen Personalwechsel, und andere Mitstreiter ließen sich in die Pflicht nehmen.

In der Vorstandssitzung im Gasthaus Böhm verabschiedete der neue Vorsitzende Alexander Sollfrank seinen Vorgänger Willi Woldrich. Vor 12 Jahren trat der Roggensteiner in die CSU ein, um später das Erbe von Manfred Zeitler anzutreten. Hilfsbereit und zuverlässig unterstützte Woldrich viele Aktionen. Besonders sein handwerkliches Geschick war oft von Vorteil.

Sieben Jahre Vorsitzender

Sieben Jahre führte Woldrich nach Alexander Weig den Ortsverband "bürgernah, zielstrebig und mit Blick auf das Wesentliche", lobte sein Nachfolger. 2014 gelang den Roggensteiner der Sprung in den Stadtrat.

Horst Kopp aus Waldau wurde 1985 in den erweiterten Vorstand gewählt, nachdem er die meisten Stimmen nach Josef Zilbauer, Klaus Bamler und Max Pflaum erhalten hatte. Als "Geburtstagskartenschreiber" stellte er über Jahrzehnte sicher, dass die Glückwünsche immer pünktlich an die Mitglieder übermittelt wurden.

"Aus dem Tal der Tränen"

Mit drei Jahrzehnten Parteizugehörigkeit gehörte ebenfalls Karl Wolfinger zu den langjährigen Unterstützern der CSU. 1987 startete er als Beisitzer durch. 1989 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und von 1991 bis 2001 zum Vorsitzenden bestimmt. "In dieser Zeit hast du es geschafft, die CSU aus dem Tal der Tränen zu führen", erkannte Sollfrank, nachdem sich damals die Spaltung der CSU und CWG vollzogen hatte. Von 1999 bis 2002 gehörte Wolfinger dem Stadtrat an, und von 2009 bis 2015 war er Beisitzer. Als Ehrenvorsitzender werde er aber weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen, hoffte Sollfrank.

Das Abschiedsquartett vervollständigte Anna Wutzlhofer. Mit 18 Jahren wurde die Tochter des Bürgermeisters CSU-Mitglied, nachdem sie drei Jahre zuvor schon zur Jungen Union gehörte. Wahrscheinlich habe sie das eine oder andere Polit-Gen ihres Vaters mitbekommen, mutmaßte der Vorsitzende. Mit jugendlichem Elan führte sie bis vor Kurzem die Junge Union und schaffte mit 23 Jahren als jüngste Stadträtin den Sprung ins Gremium. Wegen ihres Amts bei der Jungen Union gehörte sie auch dem CSU-Vorstand an. Nachdem nun das Staatsexamen in Jura anstehe, wolle sie eine Auszeit nehmen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.