Doch nur Gehweg an der B 22

Mit einem reinen Gehweg soll die geplante Ampel für den nicht motorisierten Verkehr über die Bundesstraße am Haidmühlweg bis zur Jahnstraße angebunden werden. Der Verzicht auf den Ausbau als Rad- und Gehweg halbiert die Kosten. Bild: adj

"Wir können auch mit der Variante eines reinen Gehweges entlang der B 22 leben." Damit meinte Gerhard Kederer eine abgespeckte Variante statt einer Luxusausführung für Fußgänger und Radler.

Vor einem Monat sollte bereits die Entscheidung über den Bau eines Fuß- und Radweges entlang der Bundesstraße. Angesichts von 290 000 Kosten vertagte der Gemeinderat das Thema und hörte sich jetzt die Meinung von Baurat Kederer sowie des Planers Albert Sollfrank vom Büro Zwick an.

Unterquerung gescheitert

Kederer zeigte sich verwundert, dass die Gemeinde an der Verkehrssicherheit sparen wolle. Vor Jahren sei die Idee einer Unterquerung am Grunderwerb gescheitert. Den Plan einer Ampel zur Überquerung der Bundesstraße habe das Bauamt Sehr wohlwollend entschieden. So sei die Notwendigkeit eines Gehwegs von der Jahnstraße zum Haidmühlweg in den Blick gekommen. Fußgänger, die in Richtung Jahnstraße über die B 22 wollen, sollen dies an der Ampel tun können.

Ursprünglich sei man nur von einem Gehweg ausgegangen. Doch in der Planung sei man immer weiter vorangegangen und habe die Variante mit einem Geh- und Radweg ins Auge gefasst. "Damit sind natürlich auch die Kosten gestiegen", sagte Kederer. Das Gesetz empfehle mindestens zwischen 50 und 100 Querungen als Voraussetzung für eine Ampel. Diese Zahl werde hier nicht erreicht.

Bürgermeister Ernst Schicketanz brachte dann die erste Variante eines reines Gehweges, der mit weit weniger Aufwand zu bauen sei, ins Gespräch. Dominik Baschnagel (CSU) verstand nicht, dass die beiden Gehwege entlang der Hauptstraße nicht als Weg zum Haidmühlweg gelten können. Johann Simon (SPD) stellte in den Raum, ob ein reiner Gehweg reiche, um die Ampellösung zu bekommen.

130 000 Euro Kosten

Albert Sollfank vom Planungsbüro erklärte, dass eine Verwirklichung des ersten Planungsansatzes möglich sei. "Bei der modernsten Ausführung eines barrierefreien Übergangs mit Gehweganbindung belaufen sich die Kosten auf etwa 130 000 Euro." Davon würden 58 Prozent gefördert.

Einstimmig stimmten die Räte dann dem Vorschlag zum Bau eines Gehwegs zu. Die Planungen für die Förderung werden ebenfalls angepasst.
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