"Eghalanda" sind Geschichte

Alle elf anwesenden Mitglieder der "Eghalanda Gmoi" stimmten bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung geschlossen für die Auflösung des Vereins zum Jahresende. Bild: sm

Nun ist es beschlossene Sache, die "Eghalanda Gmoi" wird es zum Jahresende nicht mehr geben. Nach den Faschingsfreunden und dem Oberpfälzer Waldverein ist dies schon der dritte Altenstädter Verein, der sich in den letzten Jahren auflösen musste.

Früher hatte die "Eghalanda Gmoi" fast 150 Mitglieder, zuletzt waren es nur noch 27 (wir berichteten). Elf davon waren am Sonntagnachmittag in die Gaststätte "D'Wirtschaft" zur außerordentlichen Mitgliederversammlung gekommen.

Es herrschte gedrückte Stimmung. Die sah man auch Bürgermeister Ernst Schicketanz an. "Ich wäre jetzt lieber bei einer Gründungsversammlung oder bei einem Jubiläum." Er dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit und für die Pflege der Tradition. Als "Vüastaiha" (Vorsitzender) Josef Haubner seinen letzten Rechenschaftsbericht verlas verschlug es ihm sogar die Sprache, so dass Stellvertreter Gotthard Friedl einsprang. In den zurückliegenden Jahren herrschte noch ein recht reges Vereinsleben. "Leider ist die Altenstädter Gmoi, wie viele andere Vereine auch, mit dem Problem des steigenden Alters der Mitglieder und mit ständig sinkenden Mitgliederzahlen konfrontiert. Mittlerweile ist das Durchschnittsalter auf 71 Jahre angestiegen. In gleichem Maß reduziert sich die Mitgliederzahl immer weiter, wir sind heute nur noch 27. Hinzu kommt der teilweise schlechte Gesundheitszustand", erklärte Friedl.

Schluss nach 51 Jahren

So sei nur noch der jährliche Ausflug der Vorstandschaft übriggeblieben. "Deshalb wollen wir heute bei dieser Mitgliederversammlung noch ein letztes Mal versuchen, eine neue Vorstandschaft auf die Beine zu stellen. Sollte das nicht gelingen, bleibt uns nur, die Eghalanda Gmoi nach 51-jährigem Bestehen endgültig aufzulösen." Trotz der Bemühungen von Bürgermeister Schicketanz fand sich kein neues Führungsteam mehr. So votierten die anwesenden elf anwesenden Mitglieder geschlossen für die Auflösung zum Jahresende. Die Vereinsfahne und zwei Trachtengewänder werden dem Museum übergeben. Aus dem Kassenbestand erhält der Heimatverein einen Zuschuss zur Pflege der Utensilien.
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