Ein Ort zeigt Profil

So könnte die neue Ortsmitte beim Pfarrplatz künftig aussehen: Geplant ist eine Identitätsbildung mit Bezug zur Goldenen Straße und die Bleikristallproduktion sowie mit einer Blickachse zum Kloster St. Felix. Bild: sm

Technologiestandort, lebendige Gastronomie, Naherholung, weniger Verkehr und eine unverwechselbare Ortsmitte: Altenstadt setzt sich mit seinem Entwicklungskonzept ehrgeizige Ziele.

"Wir laufen gerade in die Zielgerade ein", erklärte Klaus Stiefler vom Büro RSP Architekten und Stadtplaner aus Bayreuth. "Unser Konzept ist die Eintrittskarte zur Städtebauförderung." Zusammen mit Verkehrsplaner Helmuth Ammerl vom Büro Obermeyer aus München, Sozialwissenschaftler Dr. Klaus Zeitler vom Institut für regionale Entwicklung aus Mangolding und Landschaftsarchitekt Manfred Neidl aus Sulzbach-Rosenberg präsentierte Stiefler in der Bürgerversammlung das vorläufige Konzept.

Bürgermeister Ernst Schicketanz stellte allerdings klar, dass es sich nicht um beschlossene Einzelmaßnahmen handelt. Diese seien noch vollkommen offen. "Es handelt sich um eine Rahmenplanung", bekräftigte Stiefler. Im Zuge dessen können aber auch private Investitionen über steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten gefördert werden. Erste Maßnahmen könnten laut Stiefler bereits im kommenden Jahr beginnen. Er denkt dabei an die Neugestaltung der Ortsmitte rund um den Pfarrplatz.

Ampeln an Gefahrenstellen

Ein besonderer Schwerpunkt ist die Verlagerung des Durchgangsverkehrs aus der Ortsdurchfahrt auf die A 93 und die B 22. Erstes Zeichen könnte eine Ampel auf der B 22 beim Haidmühlweg mit Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer sowie eine weitere Ampel an der Einmündung der Egerländerstraße in die B 22 sein. Hier biete sich zugleich im Westen eine neue Anbindung des Gewerbegebiets an die B 22 als versetzte T-Einmündung an, meine Ammerl. Offen sei noch die Umgestaltung des Bereichs um die Jet-Tankstelle. Hier wollen die Planer gemeinsam mit den Anliegern eine Lösung finden.

Bei der Umgestaltung des Pfarrplatzes sprach Stiefler von einem "identitätsstiftenden und verkehrsberuhigten Hauptplatz mit Aufenthalts- und Verweilbereichen." Er wünscht sich zudem Außenbewirtschaftungen (Zoigl, Pizzeria, Café, Eisdiele). Das ehemalige Schulhaus (zuletzt Sparkasse) biete sich dafür an. Schritte zur Identitätsbildung sei eine unverwechselbare Gestaltung mit Bezugnahme auf die Goldene Straße und die Bleikristallproduktion sowie ein Blick zum Kloster St. Felix.

Mit dem geplanten Gewerbegebiet und den bisherigen Betrieben könnte sich Altenstadt zum Technologiestandort entwickeln, schätzt Stiefler. Er schlug eine Zusammenarbeit mit benachbarten Hochschul- und Forschungseinrichtungen vor. Weiter ausgebaut werden sollte zudem der Dienstleistungsbereich in der Egerländer Straße mit einem Endpunkt auf dem ehemaligen Röger-Gelände.

Freizeit auf Hofbauer-Areal

Langfristig komme auch eine Nachnutzung der Industriebrachen Beyer und Hofbauer in Frage, wobei sich bei Beyer eine Mischnutzung und bei Hofbauer Flächen und Einrichtungen für Naherholung und Freizeit anbieten würden.

Landschaftsarchitekt Manfred Neidl ging darauf näher ein und unterbreitete detaillierte Vorschläge. Er erkannte zudem weitere Schwerpunkte für eine Grünplanung rund um Altenstadt mit Grünachsen und einem umfangreichen Rad- und Wanderwegsystem.
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