Enkel und Urenkel große Freude

Miteinander alt zu werden, ist wohl das größte Geschenk. Walter Schnorrer (vorne) feierte 90. Geburtstag. Ehefrau Emma (links) ist an seiner Seite, genauso wie Tochter Isolde. Enkel Johannes (Dritter von links) schenkte seinem Opa mittlerweile zwei Urenkelinnen. Dekan Alexander Hösl (rechts) gratulierte für die Pfarrei. Bild: dob

Ein größeres Geschenk hätte Musikant Helmut Moll Walter Schnorrer an dessen 90. Geburtstag nicht machen können: Er spielte dem Jubilar ein Ständchen mit Liedern aus der alten Heimat Zettlitz im Sudetenland.

Schnorrer ist am 17. Oktober 1925 geboren und sein Leben war besonders in den Jugendjahren durch den Zweiten Weltkrieg nicht einfach. Gravierend veränderte es sich, als der 17-Jährige zum Arbeitsdienst nach Frankreich eingezogen wurde. Anschließend war er Funker in Kroatien, Ungarn, Rumänien und Österreich.

Über 65 Jahre verheiratet

Nach kurzer amerikanischer Gefangenschaft verschlug es ihn im Juli 1945 nach der Vertreibung aus seiner sudetenländischen Heimat in die nördliche Oberpfalz. Beim "Schloßwirt" in Altenstadt fand der Vertriebene Arbeit als Knecht. Dort lernte er dann auch seine Ehefrau Emma Rupprecht aus Altenstadt kennen. Seit 28. Oktober 1949 sind sie Eheleute. Einen Tag später versprachen sie sich in der katholischen Stadtpfarrkirche vor Kaplan Friedrich Hock die Treue. Eiserne Hochzeit liegt bereits hinter dem Paar.

Nach der Heirat arbeitete Schnorrer als Formengießer bei der Porzellanfabrik Seltmann, bei der er 41 Jahre beschäftigt war. Mit Tochter Isolde wurde die Ehe komplett. Große Freude machen dem Großvater die Enkel Christian, Peter und Johannes. Mittlerweile zählen auch die Urenkelinnen Birgit und Bettina zur Familie. Schwer traf Schnorrer der frühe Tod seines Schwiegersohns Sebastian Braun 2013.

Bei schönem Wetter sieht man Schnorrer mit dem Rollator auf den Fluren spazieren gehen. Weil sein Augenlicht nicht mehr das Beste ist, liest ihm seine Ehefrau täglich aus der Zeitung vor, damit er nach wie vor gut informiert ist. Glückwünsche zum 90. Geburtstag überbrachten Dekan Alexander Hösl, Marianne Fürnrohr und dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer. Auch Abordnungen des Soldaten- und Kriegervereins sowie des Katholische Männervereins gratulierten.
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