Frauenbund beschäftigt sich mit dem Thema: "Laufe ich dem Leben hinterher - läuft mir das Leben ...
Zufriedenheit als oberstes Ziel

Den Nagel auf den Kopf getroffen hat die Kommission Ehe/Familie/Beruf des Katholischen Deutschen Frauenbunds mit dem Thema: "Laufe ich dem Leben hinterher - läuft mir das Leben davon?" Im Rittersaal des Gasthofs "Schloßwirt" blieb kein Stuhl unbesetzt. Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Frauen aus den umliegenden Zweigvereinen des Bezirksverbands Vohenstrauß heran, um sich bei diesem Vortrag von Diplom-Sozialpädagogin (FH) Ute Meindl-Kett Ratschläge und Tipps geben zu lassen.

Bezirksvorsitzende Martha Bauer strahlte angesichts des riesigen Zuspruchs von Frauen bis aus Schönsee übers ganze Gesicht. "Das Thema brennt uns allen auf den Nägeln", stimmte sie die etwa 90 Zuhörerinnen ein. Bevor die Folgen der Zeitnot körperlich und seelisch spürbar werden, sei es höchste Zeit, Kontrapunkte zu setzen. Manchmal sei es nicht einfach inne zu halten, achtsam mit seinem Körper umzugehen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Deshalb werde die Zeit bei diesem Vortrag in den Mittelpunkt gerückt, fügte Bauers Vorgängerin Angela Bodensteiner aus Albersrieth an, die Mitglied der Kommission ist.

Auch mal "Nein" sagen

Aus den Lebensregeln von Baltimore zitierte Meindl-Kett als Hinführung zum raumfüllenden Thema: "Geh' deinen Weg gelassen im Lärm und in der Hektik dieser Zeit und behalte im Sinn den Frieden, der in der Stille wohnt." Sie wollte einen Anstoß für dem Alltag geben, die Aufgaben, die an jeden gestellt werden und die Einstellungen dazu, zu überdenken: Welche Dinge müssen getan werden und welche kann ich auch einmal lassen? Darf ich auch einmal "Nein" sagen? Was erfüllt mich und macht mich zufrieden? Wie kann ich mir "Aus-Zeiten" nehmen, um wieder neue Kraft zu schöpfen? Mithilfe eines Weg-Bilds und dem Motto "Laufe ich dem Leben hinterher, läuft mir das Leben davon?" nahmen sie die Spurensuche auf.

Jeder müsse sich immer wieder den Fragen stellen "Wo komme ich her oder welche Erfahrungen habe ich auf meinem Lebensweg gemacht?" Um sich vor Überlastungen zu schützen beziehungsweise mit Stress oder Krisenzeiten besser umgehen zu können, sei es gut, um die Einstellungen zu wissen und ganz bewusst auf Strategien wie "Wegweiser" und "Brücken" zur leichteren Bewältigung zurückgreifen zu können.

Meindl-Kett appellierte an die Zuhörer, Mut zur Gelassenheit zu lernen, dann falle auch das "Nein"-sagen leichter. Für die eigene Persönlichkeit sei diese Erkenntnis von unschätzbarem Wert. Ziel müsse stets in erster Linie sein, was sich jeder von uns am meisten wünsche: "Zufriedenheit im Leben."
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