Große Fußstapfen für Schuhmann

Fast 30 Jahre war Willi Völkl im Vorstand der Siedlergemeinschaft Altenstadt aktiv. In seine Fußstapfen tritt nun ein Mann aus Kaimling.

Herbert Schade und Willi Völkl prägten Jahrzehnte die Siedlergemeinschaft. Jetzt stand der vor drei Jahren bereits angekündigte Wechsel an. "Hut ab, was Willi Völkl alles geleistet hat", lobte der Bezirksvorsitzende des Verbands Wohneigentum, Christian Benoist. Das Engagement Völkels sei beispielgebende.

Nach 12 Jahren als zweiter Vorsitzender und 16 Jahren an vorderster Front legte der Altenstädter in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Schloßwirt" sein Amt nieder. Die Suche nach einem Nachfolger war nicht ganz einfach. Letztendlich schlug Völkl mit Albert Schuhmann aus Kaimling, der seit 12 Jahren Mitglied ist und bereits Erfahrung als Beisitzer gesammelt hat, einen Kandidaten für seine Nachfolge vor. Schließlich wählten ihn die Siedler ohne Gegenstimme.

"Nicht selbstverständlich"

"Du hast die Messlatte ziemlich hoch gelegt, und deshalb wird es für mich besonders schwer", lobte der neue Vorsitzende seinen Vorgänger. Er sei aber optimistisch, die Gemeinschaft gut weiterzuführen. Auch der Bezirksvorsitzende war erleichtert: "Wir mussten in jüngster Zeit bereits fünf Siedlergemeinschaften auflösen, die keine neue Vorstandschaft gefunden haben. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich."

Ebenso votierten die Mitglieder für Ingrid Faltenbacher als neue zweite Vorsitzende. Der bisherige weitere Stellvertreter Martin Gruber bleibt ihm Führungstrio. Bartholomäus Lukas führt in bewährter Weise die Kassengeschäfte und Markus Schönberger kümmert sich um die schriftlichen Angelegenheiten. Im Beisitzergremium sind Franz Böhm, Hans Wild, Tobias Stengel, Josef Faltenbacher, Wolfgang Spickenreuther, Harald Putzer und Josef Bäumler vertreten. Die Kasse prüfen Ludwig Fürnrohr und Bernhard Bodensteiner.

Aufgrund seiner unzähligen Verdienste ernannten die Mitglieder Willi Völkl sogleich zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Während seiner Amtszeit konnte die Mitgliederzahl von 250 auf nun 316 Personen gesteigert werden. Unter seine Führung fällt der An- und Umbau des Gerätehauses an der Neumühlstraße und der damit verbundene Anschluss ans öffentliche Stromnetz. Schuhmann nannte weiterhin die Erweiterung des Geräteparks mit Holzspalter, Zelt und Aufstockung des Malergerüsts. "Du hast dir Respekt und Anerkennung erworben", sagte er in Richtung des Ehrenvorsitzenden. Legendär sind mittlerweile die Sommerfeste mit Grillhähnchen vom selbstgebauten Grill. Schumann überreichte an Völkls Ehefrau Ursula einen Blumenstrauß für ihre enorme Unterstützung im Hintergrund.

Großes Lob

"Du hast die Gemeinschaft in hervorragender Weise geführt und weiter entwickelt", lobte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. "Es ist schwer in der heutigen Zeit Leute zu finden, die Verantwortung übernehmen", richtete der Rathauschef seinen Dank an Schuhmann. In die selbe Kerbe schlug der Bezirksvorsitzende. Es sei nicht leicht einen derartigen Wechsel zu vollziehen.

Völkl blickte letztmals auf das abgelaufene Vereinsjahr und die vielen Aktivitäten im gesellschaftlichen Leben zurück. Positive Ausleihzahlen wurden bei den siedlereigenen Gartengeräten vermeldet. Wenngleich viele Wohneigentümer bereits selbst eine breite Palette an Maschinen besäßen. Dank zollte er den Gerätewarten Ingrid und Josef Faltenbacher. Für die Aktion "Anja will leben" spendeten die Siedler 300 Euro. Mit der gleichen Summe beteiligten sie sich am Neubau der Orgel in der Simultankirche.
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