Große Lösung vom Tisch

Mindestens 100 Meter sind für die Verflechtungslänge der Kreuzung B 15/B 22 in Richtung Jet-Tankstelle bei der Splitlevel-Lösung mit höhenversetzten Fahrbahnen gesetzlich vorgeschrieben. Eine Machbarkeitsstudie zeigt aber, dass nur 70 Meter möglich wären. Bild: adj

Für die Anbindung des Gewerbegebiets Sauernlohe hat das Straßenbauamt eine sogenannte Splitlevel-Lösung ins Spiel gebracht. Dabei wären einige Straßen übereinander verlaufen. Doch nach einem Gutachten stehen die Chancen dafür eher schlecht.

Helmuth Ammerl vom Büro Obermayer aus München stellte die Machbarkeitsstudie im Gemeinderat vor. Er sprach von Kosten von fast 6,7 Millionen Euro ohne Grunderwerb. Zudem ist auch eine Wanne nicht einkalkuliert, die vielleicht wegen des Grundwasserspiegels nötig würde.

Bei der Splitlevel-Variante würde die Egerländerstraße um etwa einen Meter angehoben. Dafür müsste die B 22 im Einfahrtsbereich abgesenkt werden. Die Stützkonstruktion und die beidseitigen Auffahrrampen sowie die Geh- und Radwege würden eine Breite von 30 Meter erfordern. So würde der erforderliche Kreisverkehr einen Durchmesser von stattlichen 45 Metern haben. Das ginge nicht ohne Grunderwerb. Die Verflechtungslängen (etwa 70 Meter) im Bereich der Kreuzung B 22/B 15 in Richtung Jet-Tankstelle nach Norden wären unter 100 Meter.

Das wäre eine Großstadtlösung hieß es übereinstimmend. Folglich lehnten die Fraktionen ab. Gründe sind einmal die enormen Kosten und die Verflechtungslängen in Richtung Norden. Da sie nicht ausreichen, sind sie auch nicht zulässig. Außerdem würde diese Lösung durch die kreuzungsfreie Anbindung Richtung Autobahn eine noch größere Verkehrsbelastung bringen.

Neue Gesprächsrunde

Einig waren sich die Gemeinderäte, dass so schnell wie möglich ein neuer Gesprächstermin mit dem Staatlichen Bauamt nötig ist. Nach Möglichkeit sollten auch die Nachbarbürgermeister Rupert Troppmann und Kurt Seggewiß dabei sein, um eine überregionale Lösung des Verkehrsproblems zu suchen.

Im Anschluss trafen die Räte weitere wichtige Entscheidungen. Der Antrag der katholischen Kirchenstiftung auf Übernahme der Renovierungskosten von 3141,61 Euro für die Kirchturmuhr stieß auf Zustimmung.

Den Zuschlag für den Bau einer Kanal- und Wasserleitung in der Jahnstraße erhielt die Firma Kutscher für 51 069,33 Euro. Den Auftrag für die Umrüstung der Castor- und Pilzleuchten auf energiesparende LED-Lampen bekam das Bayernwerk für 83 243,42 Euro.
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