Haupt-und Finanzausschuss beschließt Kompromiss zur Pflege der Fußballplätze beim SV
Erst diskutieren, dann mähen

Intensiv diskutierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses im Rathaus über einen Antrag des Sportvereins. Der SV möchte, dass die Grünflächen der Fußballfelder des A-und B-Platzes, der E-Schüler und die Grünfläche um das Beachvolleyballfeld vom Bauhof gemäht werden.

Grund für den Antrag ist, wie Ernst Schicketanz als Vorsitzender dem Gremium unter der Sitzungsleitung von zweitem Bürgermeister Konrad Adam erläuterte, dass bisher ein ehemaliger Bauhofmitarbeiter diese Arbeiten ehrenamtlich gegen eine kleine Entschädigung erledigt hat. Der hat diese Aufgabe nun abgegeben. Leider hat der SV aber keinen Ersatzmann für diese etwa 40 Arbeitsstunden pro Jahr gefunden. Kämmerer Rüdiger Fuhrmann erklärte, dass aufgrund dieser Zahlen 1900 Euro Kosten auf die Kommune zukämen. Dominik Baschnagel (CSU) betonte, dass sein Herz zwar für den SV schlage, meinte dass die Arbeiten in dieser Zeit aber nicht zu schaffen seien. Er habe bei drei Gemeinden gleicher Größe im Landkreis nachgefragt, nirgendwo kümmere sich um so etwas die Gemeinde.

Schon gut gefördert

Dem widersprach Schicketanz. Es gäbe im Landkreis schon einige. Baschnagel forderte den SV-Vorsitzenden auf, selbstständig Lösungen zu finden, etwa durch den Kauf eines eigenen Rasentraktors. Hier sehe er die Möglichkeit, den SV intensiv zu unterstützen. Pauschallösungen bei freiwilligen Leistungen lehne die CSU-Fraktion ab. Außerdem sei der SV ohnehin der bestgeförderte Verein der Kommune.

Schicketanz sagte, dass der SV für so einen Kauf kein Geld habe. Außerdem löse dies das Problem nicht. Claudia Plödt (Freie Wähler) regte an, den Tagesordnungspunkt im gesamten Gemeinderat zu beraten. Eventuelle müssten auch die Förderregelungen auf dem Prüfstand. Dem wollten die Ausschussmitglieder aber nicht folgen. Plödt schlug einen Kompromiss vor, den Elfie Gierlinger (SPD) guthieß. So soll die Gemeinde bis Ende des Jahres diese Arbeiten übernehmen. Gierlinger schlug vor, dass die Aufwandsentschädigung, die der SV bisher gezahlt habe, auch weiterhin der SV tragen sollte.

Versuch bis Jahresende

Baschnagel forderte erneut Lösungen vom SV selbst. Bei zwei Gegenstimmen von Baschnagel und Ralph Bauer (beide CSU) wurde ein Kompromiss beschlossen. Die Gemeinde mäht bis Jahresende. Die aufgewendeten Stunden hält der Bauhof fest. Der SV bekommt die Hausaufgabe, dies bald in Eigenregie zu erledigen. In Oktober will der Finanzausschuss Bilanz ziehen.
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