Hoffnung in der Finsternis

Das Anliegen des brennenden Lichts aus Bethlehem ist, Frieden in die Welt zu bringen. Tausende sind weltweit unterwegs und drücken durch diese Lichter-Stafette ihre Sehnsucht nach Frieden aus. Ob es gelingt? Bild: dob

Das Friedenslicht machte auf seiner langen Reise um den Globus Station in der Simultankirche. Viele Besucher nahmen es von dort mit nach Hause. Die Sehnsucht nach einer gewaltfreien Welt wird so zum Ausdruck gebracht. Sie soll nicht nur ein frommer Wunsch bleiben.

Wenn dieses Licht reden könnte, was würden für brennende Anliegen publik werden, wie viele Wünsche damit in den Himmel geschickt werden? An der Geburtsstätte Jesu in Bethlehem wurde das Licht entzündet, das seither rund um den Globus weitergereicht wird. Am Mittwochabend flackerte das Kerzenlicht in der Simultankirche, nachdem es mit dem Flugzeug nach Österreich transportiert worden war.

Die Pfadfinder verteilen es in alle Ecken Deutschlands, und so gelangte es nach Regensburg. Über Eslarn und Waidhaus wurde das Friedenslicht von Stadtpfarrer Peter Peischl in die Simultankirche geholt und zusammen mit Kaplan Sebastian Scherr an viele Besucher weitergereicht, um es nach Hause zu bringen zu allen Leuten, die sich nach Frieden sehnen. Die Andacht stand unter dem Motto: "Dass ich ein Licht anzünde, wo Finsternis regiert." Eine Aussage, die dem heiligen Franz von Assisi zugeschrieben wird. Pfarrer Peischl erkannte darin keine leichte Aufgabe angesichts der aktuellen Vorfälle in Australien mit dem Geiselnehmer in Sydney und der grausamen Schülermorde in Pakistan.

"Wahres Glück ..."

Beleuchtet wurde in der kurzen Andacht unter anderem die Lehre Buddhas zum Frieden. Dort heißt es: "Wahres Glück kommt zu denen, die in Frieden mit ihren Mitmenschen leben. Das Ziel aller sollte sein, Frieden zu erlernen und mit allen Menschen in Frieden zu leben." In den Blick nahmen die Anwesenden auch die jüdische und christliche Religion. Angesichts der Vorfälle müsste man eigentlich auch den Koran und dessen Aussagen zum Frieden mit einbeziehen, sagte der evangelische Stadtpfarrer. Nachdem das Friedenslicht in allen Laternen der Kirchenbesucher brannte, machten sich die Empfänger in einer langen Prozession mit mehreren Stationen auf den Weg hinauf zum evangelischen Kirchplatz. Ein Kerzen- und Tannenkreuz erwartete dort die Friedenslichtträger. "Da, wo wir Menschen in Gottes Liebe und nach seinen Geboten leben, da können wir Licht sein und seinen Frieden stärken, da können wir Gott begegnen." Bei Punsch, Glühwein und warmen Wienersemmeln, vorbereitet durch die Jugendlichen, ließen die Besucher den Abend ausklingen.

Über die Weihnachtstage brennt das Friedenslicht in den beiden Kirchen und kann jederzeit in die Häuser nach Hause transportiert werden. "Auch wir hier in der Großgemeinde Vohenstrauß können und sollen uns von diesem Friedenslicht aus Bethlehem anstecken lassen und Licht sein", forderte Pfarrer Peischl auf.
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