Jahreshauptversammlung der Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft - Für Franz Schaller letzte ...
Bei der Gründung richtig gehandelt

Nach dem Willen des Vorsitzenden der Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft, Franz Schaller, soll es die letzte Amtsperiode sein, die er am Dienstag in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Schloßwirt" antrat. Einstimmig wählten die Versammlungsteilnehmer den bewährten Führungsmann wieder an die Spitze der Gemeinschaft.

Georg Haberkorn aus Obertresenfeld wird Schaller in den nächsten drei Jahren als Stellvertreter unterstützen. Andreas Kick aus Lerau kümmert sich um die finanzielle Seite und das Schriftführeramt füllt seit Jahren zuverlässig Hans Winter aus.

In den Beirat

In den Beirat bestimmten die Wahlberechtigten folgende Landwirte: Johann Lindner (Erpetshof), Günter Rodestock (Rothenstadt), Josef Ebnet (Waldthurn), Anton Meißner (Unterlind), Albert Danzer (Miesbrunn), Josef Baier (Bernrieth/Döllnitz), Hans Eckl (Braunetsrieth), Georg Ertl (Altenstadt), Wolfgang Beierl (Obernankau), Jürgen Hilburger (Altenstadt) und Michael Mages (Lückenrieth).

Der Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft gehören derzeit 180 Mitglieder an. Zwölf Kühe, 20 Färsen, fünf Bullen, drei Ochsen, drei Kälber, 31 Schweine, ein Spanferkel und elf Lämmer sind im vergangenen Jahr im Gemeinschaftsschlachthaus an der Haidaer Straße geschlachtet worden.

Der Rinderanteil an der Gesamtschlachtung betrage 43 Tiere, informierte Schaller. Er appellierte an seine Mitstreiter, das Schlachthaus rege für den Eigenbedarf zu nutzen. Angeschafft wurden zwei Konfiskat-Tonnen mit Rädern und ein Heizgerät.
Vor allem das freundschaftliche Verhältnis zu den benachbarten Schlachtgemeinschaften mit gegenseitigen Hilfestellungen stellte Schaller positiv heraus. Die Bestellung eines dritten Metzgers habe sich in Notfällen als richtig erwiesen und bereits im Sommer bewährt.

Schriftführer Hans Winter stellte die geradlinige Vereinsführung Schallers herausstellte. Andreas Kick konnte einen zufriedenstellenden Kassenbericht vorlegen. Revisor Günther Gollwitzer bestätigte die akkurate Buchführung.

Stellvertretender Landrat und Bürgermeister Horst Frötschl gratulierte allen Gewählten. Die am Dienstag in der Regionalzeitung "Der neue Tag" veröffentlichte Meldung "Fleischhygiene wird teurer" sei für die Schlachtgemeinschaft sicherlich nicht angenehm, erkannte Frötschl. Vor 33 Jahren hätten die Männer der ersten Stunde der Schlachtgemeinschaft bei der Gründung richtig gehandelt.

Der Leitende Direktor des Sachgebiets Förderung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weiden, Josef Völkl, appellierte an die Anwesenden, die Mehrfachanträge zukünftig online zu stellen. Sowohl AELF als auch der Bayerische Bauernverband böten alle möglichen Hilfestellungen und auch Fortbildungen. Das Landwirtschaftsministerium wolle möglichst 70 bis 80 Prozent der Landwirte auf diese Schiene bringen.

Genau durchlesen

Die Bindung der EU-Agrarzahlungen, die im Cross Compliance an Verpflichtungen im Umweltschutz gefordert werden, müssten unbedingt eingehalten werden, ansonsten drohten empfindliche Geldbußen. Deswegen sollten die Antragsteller alles genau durchlesen, empfahl Völkl.
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