Keine Zeit zum Verschnaufen

Oberstes Ziel einer Ausbildungsaktion in Altenstadt war, Jugendliche für die Aufgaben und den Einsatz einer Feuerwehr zu begeistern. Bild: dob

"Feuerwehren tragen zu einem großen Teil zur Sicherheit in der Bevölkerung einer Kommune bei. Um dies auch in Zukunft gewährleisten zu können, ist die Förderung und Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses eine der wichtigsten Aufgaben", weiß dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer.

Kürzlich besuchte er drei Jungen und vier Mädchen nach einer mehrtägigen Ausbildungsaktion bei der Feuerwehr. Mit den Jugendgruppen aus Altenstadt und Waldau hatten die Jugendwarte Florian Lukas und Stefan Gösl die Nachwuchsförderung organisiert. Der erste Einsatz führte die Teilnehmer zum Fahrenbergwald, wo eine Freifläche brannte. Schnelligkeit war hier gefragt. "Anhand eines kontrollierten Feuers haben wir den Umgang mit Feuerlöschern geübt und den Jugendlichen vor Augen geführt, wie die Schnellangriffseinrichtung des Feuerwehrautos funktioniert", berichtete Lukas.

Kurze Nacht

Ruhe kehrte nach der erfolgreichen Löschaktion längst nicht ein, denn ein kleines Haustier traute sich nicht mehr von einem Baum herunter. So setzten die Probanden Steckleitern bei der Rettungsaktion ein und leuchteten die Einsatzstelle aus. Nach einer kurzen Nacht brannte die Stallung der Familie Hilburger an der Retzstraße. Die Jugendlichen bauten eine Löschwasserförderung auf und bekämpften erfolgreich die "lodernden Flammen".

Zeit zum Verschnaufen blieb nicht, denn danach wurden die Teilnehmer zu einer Personensuche in den Steinbruch nahe Waldau gerufen. Mit den Jugendlichen des Ortsteils wurde der Vermisste bald gefunden und unverletzt nach Hause gebracht. Der nächste Alarm ließ nicht lange auf sich warten: ein Scheunenbrand bei Familie Mages. Im Gerätehaus Waldau wurde zu den Themen Fettbrand, Staubexplosion und Explosion einer Spraydose unterrichtet und den Jugendlichen die reale Gefahr vor Augen geführt. Die Reinigung und Wartung eines Feuerwehrautos und des gesamten Gerätehauses standen vor der Schlussbesprechung auf dem Programm.

Kommandant Anton Striegl und Stellvertreter Klaus Rupprecht waren beeindruckt von der Übungsbereitschaft und dem sehr hohen Ausbildungsstand der Jugendfeuerwehr. Ihr besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang den Ausbildern Florian Lukas und Stefan Gösl, die es in hervorragender Weise verstünden, den Nachwuchs für die Feuerwehr zu begeistern und entsprechende Anreize zu schaffen. Vorsitzender Markus Gösl dankte ebenfalls für das Engagement.

Gute Zusammenarbeit

Jugendwart Lukas ging noch einmal auf die Einsätze ein und hob die sehr gute Zusammenarbeit mit der benachbarten Feuerwehr Waldau hervor. Für die Unterstützung bei den Einsätzen und der Verköstigung der Gruppe verteilte er viel Lob an seine Mitstreiter. Außerdem dankte er den Familien Mages und Hilburger für die Bereitstellung der Übungsobjekte.
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