Kräftig "schmeißen"

Seite über 100 Jahren ist "Mensch ärgere dich nicht" ein Renner. Es gibt wohl keine Familie, in der dieses Brettspiel noch nicht zu Streitereien führte.

Würfel, Steine, ein Brett mit vier Farben und Häusern sowie weißen Lauffeldern. Mehr braucht es nicht zum "Mensch ärgere dich nicht". Das Freimachen des Startfeldes nach dem Ansetzen ist Pflicht, ebenso das "Schmeißen". Beim Turnier mit dem Spieleklassiker beim Förderverein "Haisl" sind die üblichen Regeln klar vorgegeben. Doch auch die Organisatoren mussten heuer das das berühmte Motto intensiv verinnerlichen. Seit zehn Jahren nämlich, mit nur einer Unterbrechung, lädt der "Haisl"-Verein zum "Mensch-ärgere-dich-nicht-Turnier ein. Meist war die Beteiligung enorm. Der Rekord lag in einem Jahr bei 44 Mitspielern. Einen guten Zuspruch hatte man auch heuer erwartet.

"Leider", bedauerte Vorsitzender Jens Simon, am Freitag in der "Wirtschaft", "ist das diesmal nicht der Fall". Nur ganze sechs Spieler wollten bei der preisgekrönten Gaudi mitmachen. Die Gründe sind sicher schwer zu finden. War es das schöne Wetter, die große Anzahl an Veranstaltungen in der Umgebung oder das lange Wochenende. Doch Simon wollte die fünf Kinder, die zum Spielen gekommen sind, nicht enttäuschen. Unter der Mithilfe der Organisatoren wurden per Los zwei Tische gebildet. In drei Runden, die jeweils 30 Minuten dauerte, wurde "geschmissen" und übersprungen nach Herzenslust. Mit neuen Punkten belegte Daniela Kuppe den ersten Platz. Nur einen Punkt dahinter lag Toni Plödt (8). Den Rang holte sich Tobias Heindl (6).

Den drei Besten überreichte Simon Pokale und Preise. Alle anderen Mitspieler durften sich ebenfalls etwas aussuchen. Der Dank von Simon galt den Sponsoren und Steffi Bach vom Förderverein, die kräftig mithalf. "Im nächste Jahr", so Simon, "wird es wieder ein Turnier geben". Zu überdenke sei sicherlich sicher die Terminwahl.
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