Landkreis-Siedlungswerk geht neue Wege - Erstes gefördertes Projekt außerhalb von Regensburg
Barrierefrei im Grünen wohnen

Architektin Alexandra Hagl überreichte den Schlüssel für die neue Wohnanlage an die drei Vorstandsmitglieder Simon Wittmann, Andreas Meier und Georg Heigl (von links). Bild: Huber
In unmittelbarer Nähe zu einem Pflegedienst und einem Altenheim entstanden 17 attraktive Wohnungen im Grünen, die nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Simon Wittmann auch rollstuhlgerecht sind. Der frühere Landrat sieht großen Bedarf für derartige Wohnungen. In Windischeschenbach seien zwar in einigen Gebäuden im Erdgeschoss barrierefreie Wohnungen geschaffen werden. Aber mehr sei nicht machbar. Daher gingen die Überlegung in Richtung weitere Neubauten.

Bedarf ist da

Mit dem rund drei Millionen Euro teuren Projekt in Altenstadt setzt das Landkreis-Siedlungswerk nach den Worten von Landrat Meier Maßstäbe. Bedarf sei vorhanden. Angesichts vieler Leerstände könnte dieser Wohnungsbau für die Kommunen eine Chance sein. Er hoffte daher, dass dies der Startschuss für weitere Wohnanlagen sei.

Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Werner wies auf die soziale Verantwortung hin. Nach dem Krieg habe das Siedlungswerk die Wohnungsnot gelindert, in den letzten Jahren die Bestände auf den neuesten Stadt gebracht und jetzt würden barrierefreie Wohnungen gebaut. Leitender Baudirektor Manfred Ahles von der Regierung der Oberpfalz bestätigte, dass dies der richtige Weg sei. Nach vielen Jahren der Stagnation habe die Regierung erstmals wieder ein Wohnungsbauprojekt außerhalb des Ballungszentrums Regensburg gefördert. Es sei wichtig, die Wohnungsbestände den heutigen Anforderungen anzupassen. Über die Hälfte der Menschen im ländlichen Raum sei über 50 Jahre alt, aber nur fünf Prozent der Wohnungen seien altersgerecht gestaltet. Dank der vorbildlichen Förderung des Freistaates könnten die 17 Mieter in dem Neubau lange Zeit kostengünstig wohnen. Der Quadratmeterpreis für die Miete betrage 4,80 Euro.

Gottes Segen

Nachdem die Pfarrer Markus Nees und Ulrich Gruber den Segen Gottes für das gelungene Werk und die Menschen, die darin wohnen, erbeten hatten, überreichte Architektin Alexandra Hagl aus Weiden den symbolischen Schlüssel. Bürgermeister Ernst Schicketanz dankte, dass die Genossenschaft in seiner Gemeinde investiert habe. "Ich bin froh, diese Einrichtung in Altenstadt zu haben." Zwei ältere Nachbarinnen hätten ihr Haus verkauft und zögen hier ein, berichtete der Rathauschef. Georg Heigl, ebenfalls Vorstandsmitglied, dankte allen Beteiligten für die ausgezeichnete Arbeit und sicherte zu, dass das Siedlungswerk weiter in diese Richtung gehen werde.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8406)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.